Odin
Eine Liebeserklärung

Dies ist eine Liebeserklärung an Dich, mein 3. Seelenhund, „Odin, Odilini, Feini, Nein“ und auf was Du noch so hörst und glaubst zu heißen.
Du kamst hier an als ein Häufchen Elend. Zitternd, ängstlich, sogar panisch um dich beißend, jaulend. Ich, die viel erlebt hatte und dachte, ich wüsste auf was ich mich einlasse, fing einen kurzen Moment an zu zweifeln. Zweifel wie, war es richtig? Hab ich mir zu viel zugemutet? Freunde sagten sofort zu mir:“ Nein Anna, wenn nicht Du, wer dann? Du schaffst das, Du bist die richtige für ihn.“
Also stellte ich mich meiner neuen Aufgabe, Augen zu und durch, wird schon schiefgehen, oder wie war das?
Du konntest nix, und wenn ich sage Du konntest nichts, meine ich das auch so. Das Geschirr war ein Akt dir anzuziehen, also beschloss ich – Scheiß drauf, es bleibt erstmal an. Die ersten Tage hattest Du auch noch eine Leine am Geschirr, erinnerst Du Dich? Da hatten wir das Türgitter noch nicht am Wohnzimmer, damit Du nicht aus der Haustür raus rennst und eventuell abhaust. Dass sich das Gitter ja total bezahlt gemacht hat, Du super schlauer Hund,  springst ja einfach drüber  , erwähnen wir hier gar nicht!
Treppen laufen funktionierte null, ich musste Dich die ersten 2 Tage tragen. Erst dann hast Du mit Geduld und stundenlangem guten Zureden im Treppenhaus verstanden, dass diese Treppen Dich in Dein neues Zuhause führen.
Den ersten Tag funktionierte es auch mit der Gassirunde null. Mir graute es regelrecht mit Dir runter zu müssen, da Du keinen Schritt machen wolltest. Du bist ins Geschirr gesprungen, Und ja, Du konntest Dich sogar draus befreien. Zum Glück nicht mitten auf der Hauptverkehrsstraße. Deshalb wurde auch ganz schnell auf einem Sonntag, ein Panikgeschirr gebastelt. Deins passte nicht, und das was Du mitbekommen hattest, war einfach nicht für Dich gemacht, wie man sah. Du bist nicht weggelaufen, Du hast Dich an Nox gehalten. Also sind wir gleich wieder Heim. Ich habe Dich die Strecke getragen. Meine Bandscheiben danken es mir heute noch. Wir wollten aber nicht riskieren, dass Du nochmal raus kannst. Die nächsten Tage lerntest Du dann erstmal nur Leinenführung. Das hattest Du sehr schnell drin. 2 Tage genau.
In der ersten Woche hast Du viele Fortschritte gemacht. Aber Du hast auch Deine Makel offenbart. Deine panische Angst vor Männern, Kindern, und ja selbst meiner Tochter warst Du sehr skeptisch gegenüber. Sie hattest Du auch mehrfach gestellt, nicht gebissen,nur gestellt. Aber der Grat zum Beißen ist nicht weit. Also arbeiteten wir nur noch an der Beziehung zu Dir und dem Kaktus.(Kaktus = meine Tochter Teenager)
Wir beide hatten sofort ein Draht zueinander. Es war ja Liebe auf dem ersten Blick. Zu dem Zeitpunkt wusste ich eigentlich schon – Svenja kann ihre Vermittlung für Dich vergessen.
Dennoch brauchten wir Zeit, Zeit für den Kaktus und Euer Verhältnis, und auch für Nox, Deinen BestBuddy mittlerweile.
Wir arbeiten aktuell an allem was geht.
Kinder magst Du mittlerweile, jedenfalls die, die Du hier kennenlernen durftest. Spielst sogar mit diesen.
Den Kaktus stellst Du auch nicht mehr, sie mobbst Du nur noch. Gerade ihre stinkenden Socken haben es Dir angetan.Sie Liebt Dich so dermaßen, dass sie mittlerweile ganz klar sagt:  Du gehörst mir, Mama hat Nox!
Draußen will sie nur Dich an die Leine nehmen. Ihr seid ein ideales Duo. Ihr funktioniert perfekt zusammen.  
Deine Panik vor Männern, ja das ist so ein Thema. Jörg magst du, Mark unseren Nachbarn möchtest Du am liebsten zerfetzen. Ich weiß, ich mag den Typ auch nicht. Dennoch, „Nein“, wir fressen keine Nachbarn auf, und wir sind immer nett und freundlich, wenn wir sie treffen. Alles klar?
Deine Verlustangst zeigte sich ebenfalls schwierig, immerhin kann kein anderer mit Dir mal raus. Du stemmst Dich dermaßen ins Geschirr, was Deine Vermittlung ohnehin nieder gemacht hätte. Daran arbeiten wir also immer noch.
Stubenrein biste, jedenfalls darfst Du Dich nicht so groß freuen nach der langen Nacht, da passiert es Dir immer mal wieder. Aber Hey, Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Ist ja nur Pipppppppppiiii!
15 min das Haus verlassen haben wir schon geschafft, Du fiepst 2 min und legst Dich dann vor die Haustür. Wenn Nox anschlägt, bist Du leise. Der beruhig sich ja auch kurz drauf wieder. Daran müssen wir auch arbeiten, dass Du heiermachen gehst. Keine Angst hast, denn, Baby, eins verspreche ich Dir, ich komme wieder :*
Mittlerweile haben wir auf unser Tour das Panikgeschirr, gegen ein Halsband oder ein normales K9 Geschirr gewechselt. Du magst das Halsband lieber, Du bist gechillt draußen. Nichts macht Dir mehr Angst.
So lernen wir auch im Hundefreilauf mittlerweile das abrufen, was seit Wochen 1a funktioniert.
Mo zeigte Dir leider wie man Vögel jagt, ja denn Du bist ein Mitläufer. Aber das Wort „Nein“ kennst du, und lässt Dich an der Schleppleine sofort abrufen und beendest es.
Ja, Du hast viel gelernt, und wahrscheinlich habe ich mehr als die hälfte vergessen, aber ich wollte Dir und den anderen zeigen, was für ein perfekter genialer, bester Hund Du geworden bist. Und die Probleme die noch da sind, spätestens mit Deiner Intelligenz, in ein paar Wochen Geschichte sind :*
Du bist nämlich MEIN HUND, und ICH bin bei Dir um Dir dabei zu helfen *jetzt flenn ich*
Odin, Odilini, Feini und NEIN, Du bist der absolute HIT <3
Wir Lieben Dich <3 <3 <3

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Bilder aus vergangenen Zeiten in Rumänien:

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