Alle Beiträge von Vera Poros

Abschiedsrede Svenja Strohmeier als 1. Vorsitzende

 

Ich suche einen Hund.

Ich hab schon einen, und der mag andere Hunde nicht so, weil er aus der Tötung kommt und ein ganz schlimmes Leben hatte. Mit ganz viel Liebe habe ich ihn wieder hingekriegt. Daher bitte keine Rüden, und bis 27 Zentimeter Schulterhöhe. Der ist aber schon stubenrein oder? Ich hab keinen Garten und der Teppich ist gerade erst neu drin, das verstehen Sie doch.
Ich kann ihn natürlich vom Transporter abholen, dafür fahre ich auch bis zu 20 Kilometer. Das ist doch selbstverständlich. Ich hab die Flexileine schon gekauft, und meine Tochter freut sich auch schon auf den Hund, auch wenn sie noch nicht sprechen kann weil sie noch zu klein ist. Unserem Ersthund klebt sie auch immer Schleifen ins Haar. Können wir noch was am Preis machen?

Der tägliche Wahnsinn umgibt jeden Tierschützer.
„Das machst du maximal drei Jahre, dann bist du kaputt.“ Ich glaube ich habe in den drei Jahren in denen ich erste Vorsitzende von Seelen für Seelchen e.V. war keinen Satz so oft gehört wie diesen. Anfangs dachte ich noch „Tja, keine Widerstandsfähigkeit oder Resilienz, die Guten“. Mittlerweile reihe ich mich widerspruchslos ein. Tierschutz ist so wunderbar und so grausam zugleich.

Ich liebe dieses Amt. Aus tiefstem Herzen. Genau so sehr hasse ich es. Aus tiefstem Herzen.
Es ist eine sehr extreme Beziehung, eine Hassliebe, die einen täglich verfolgt.
Das Handy ist die dritte Hand, der beste Freund, der größte Feind. Es piept im Sekundentakt. Tag und Nacht. Um 22 Uhr die Nachricht „Hey, können wir kurz telefonieren? Es geht um Bello.“
Und immer ist es dringend. Immer soll es jetzt sein, jetzt gleich, ihr wollt doch Leben retten!? Oder wollt ihr etwa keine Hunde vermitteln?!
Ja, das wollen wir. Hundeleben retten.
Ich habe so viele Welpen sterben sehen, in meinen Händen, auf kalten Betonböden, in Quarantänsestationen, auf Fliesen, im Sand, totgeschüttelt von freilaufenden Hunden, überfahrene Welpen, blutende Welpen, an Parvo oder Staupe verreckende Welpen.
Und ich habe es so satt. Wir alle kennen die Kastration als Lösung und wir alle verzweifeln an den Hundebesitzern die ihre Hunde nicht kastrieren lassen obwohl es umsonst für sie ist – WIR sammeln das Geld, wir entflohen, entwurmen und chippen Ihren Hund noch, vielen Dank dass Sie ihn vorbeigebracht haben! Nein, sie haben bestimmt nicht gegen Gottes Willen verstoßen.
Arschkriechen.
Das lernt man.
Ausrasten – das lernt man zu unterlassen.
Ruhig zu bleiben – gelingt bedingt.
Deeskalationsteams werden gebildet, kann mal jemand einspringen? Svenja vergisst sich sonst. Danke!

Plötzlich lernt man was es heißt mit Anwälten zu kommunizieren, Schutzgebühren einzutreiben, welche Postleitzahl sich in welchem Gebiet in Deutschland befindet, welche Seuchenschutzgesetze es gibt und inwiefern Hunde vorm Gesetz noch immer Sachen sind.
Ich wollte doch nur helfen.
Das Gesamtpaket war mir nicht bewusst.

Oft habe ich bereut, diesen Verein gegründet zu haben. Oft habe ich gedacht dass ich nicht mehr kann, es nicht mehr schaffe, ich keinem Menschen mehr vertrauen will, mein Bauchgefühl mich betrügt und ich überhaupt nicht mehr weiß, wie zum Teufel ich den Hund zu der Familie schicken konnte, die ihn hat entlaufen und schließlich im Fluss ertrinken lassen.
Wie konnte das passieren. In solchen Momenten habe ich Gott gespielt, ich habe entschieden dass der Hund es dort gut haben würde. Ich habe ihn auf meinem Gewissen. In solchen Momenten zählen die tausende von Hunden nicht, denen man das Leben gerettet hat. In solchen Momenten zählt dieser eine Hund.

Perspektive bekommen, Bilder in der Endlich Daheim Gruppe anschauen, Kopf hoch. Wir kastrieren, kastrieren, kastrieren. Wir versuchen es ja. Dieses Land ist manchmal ein Fass ohne Boden.
Oft verliere ich meine Perspektive wieder – aber niemals meinen Mut.
Ich habe mich damals getraut, mit Menschen denen ich vertraut habe etwas Neues aufzubauen, „im kleinen Rahmen“ wollten wir das machen.
Naja.
Es finden sich neue Menschen die helfen möchten, so viele tolle Menschen teilweise seit Jahren dabei zu haben die treu zum Verein stehen, in Notlagen einspringen und das ganze mittlerweile auf so vielen Schultern verteilen die ich gar nicht mehr zählen kann. Das ist für mich unglaublich. Ein unglaubliches Stück Entwicklungshilfe für ein Land, dass es so nötig hat. Das mindestens genau so viele warmherzige Menschen beherbergt wie kaltherzige, das mich verzaubert hat, mir eine zweite Heimat gegeben hat, mich immer wieder zurück bringt zu den Dingen die wirklich zählen. Die Hunde. Die Hilflosen. Die, die nichts dafür können.

Die hier ankommen, und frecherweise nicht dankbar sind dass sie da sind! Die uns Mittelzehen zeigen und uns an unsere Grenzen bringen, uns zum Lachen und zum Weinen bringen und uns Verständnis, Konsequenz und klare Linien abverlangen. Die uns letztendlich dazu bringen, mit ihnen zu wachsen. Zusammen zu wachsen. Am Ende kommen wir immer wieder bei den Hunden an. Bei jedem einzelnen von ihnen, und bei jedem Einzelnen von euch.
Ich möchte dieses Mal keine Namen nennen, da ich sowieso immer jemanden vergesse.

Natürlich danke ich euch allen, für euer Kommen, für eure Worte, für eure konstante Unterstützung in diesen 3 Jahren, die mir mehr abverlangt haben als ich geben konnte.
Ich gehe in diesen neuen Schritt mit Wehmut, Abschiedsschmerz aber auch viel Hoffnung.
Die Erwartung, dass es mit Seelen für Seelchen e.V. so weiter geht wie bisher ist Utopie. Veränderung ist die einzige Konstante im Leben, und Veränderung ist immer gut. Starrheit bedeutet das Ende.
Menschen sind unterschiedlich, und auch der neue Vorstand wird sich mit Leib und Seele den Hunden in diesem Land verschreiben. Ich bin gespannt darauf und blicke mit erhobenem Kopf nach vorn. Am Ende bleibt mir die Hoffnung, die mir so wichtig ist und über die ich jeden Tag so viel nachdenke, die mir Kraft gibt wenn ich die unendlichen Stunden am Laptop im Dienst nach meinem eigentlichen Dienst bin und die mich trägt; die mich bewegt und mir Energie gibt und die Kraft, weiter zu machen: die Frage danach und die Hoffnung darauf, dass ich, dass WIR in diesem Land für diese Hunde und für so viele Weitere einen Unterschied gemacht haben.

Svenja Strohmeier, 19.05.2018

Janine und Natalie besuchen das Little Souls Home in Barlad

 

01. – 04.05.2018

Janine und Natalie besuchen das Little Souls Home in Barlad

Wieder einmal war ein Team von uns in Rumänien vor Ort. Es macht uns stolz, dass wir wirklich wissen wovon wir erzählen, wenn wir uns mit Interessenten und Adoptanten unterhalten. Janine und Natalie machten sich ein Bild vom Little Souls Home Shelter in Barlad und lernten wieder viele Hunde persönlich kennen, um ihnen später vielleicht ein Für-immer-Zuhause zu vermitteln.

 

Tag 1: Die Reise nach Rumänien

Heute Morgen ging es los zum Flughafen Zürich und dann ab nach Bukarest. Nach einem 2-stündigem Flug landeten wir in Rumänien. 26 Grad und sonnig!

Nachdem wir unseren Mietwagen entgegen genommen hatten, fuhren wir durch eine wunderschöne, einmalige Landschaft. Felder und Wiesen, soweit das Auge reicht. Aber wir durchquerten auch Dörfer und Städte. Straßenhunde haben wir auf unserer Fahrt viele gesehen. Leider auch solche, die weniger Glück hatten und leblos am Straßenrand lagen.

Nach ca. 4 Stunden Fahrt erreichten wir unsere Unterkunft. Müde fallen wir jetzt ins Bett und freuen uns auf morgen. Dann geht‘s ins Little Souls Home, zu den Wurzeln unserer Amy!

Tag 2: Wir besuchen und arbeiten im Little Souls Home Shelter

Heute Morgen fuhren wir ins Public Shelter in Barlad. Begrüßt wurden wir von Luiza und ihrem Team und…. von vielen kleinen und knuffigen Welpen. Zuckerschock pur!

Wir reinigten die Zwinger der rund 250 Hunde (die anderen rund 150 Hunde befinden sich im 2. Teil des Shelters), fütterten sie, gaben Ihnen Leckerlis und uuuuunheimlich viel Streicheleinheiten. Viele Hunde schmelzen unter unseren Händen dahin, so liebesbedürftig sind sie. Und natürlich haben wir auch schon unsere Herzenshunde gefunden

Wir freuen uns auf morgen, bei 28 Grad die Zwinger zu reinigen. Wir freuen uns wirklich

 

Tag 3: Arbeit, Arbeit, Arbeit

Nach unserem Frühstück mit Brot und Nutella ging‘s los zum Shelter. Die Welpen werden immer als erstes gefüttert. Wenn sie rausgelassen werden und durch die Gänge watscheln werden sie von allen anderen Hunden gaaanz laut angebellt.

Danach wurden die Zwinger gereinigt und die Hunde gefüttert und viel gestreichelt.

Für Sauberkeit und Ordnung haben wir auch gesorgt und füllten einige Säcke mit unnötigen Dingen.

Zur Belohnung geht‘s heute nach Barlad ins Restaurant.

 

Tag 4: Letzer Tag im Shelter

Heute haben wir nochmals alles gegeben! Nebst der täglichen Arbeit haben wir uns ganz fest nochmals um möglichst viele und fast alle Hunde gekümmert. Extra-Leckerli, Extra-Streicheleinheiten, Extra-Liebe verteilen.

Die Hunde werden wir unheimlich vermissen, egal ob Omis oder Opis, Welpen, ruhige oder laute Hunde, hibbelige oder sanfte. Jeder einzelne hat es verdient geliebt zu werden. Und wir wünschen jedem Einzelnen das große Glück für ein Für-Immer-Zuhause.

Danke Luiza Lu und deinem Team, dass wir Teil deiner Arbeit und Passion sein durften. Wir werden wieder kommen

Reisebericht Petra, Astrid und andere – Racari und Bruno Shelter Mitte März 2018

Reisebericht Petra, Astrid, Merle, Britta und Ayla – Racari und Bruno Shelter Mitte März 2018

 

18.03.2018

Donnerstag habe ich mir Brunos Shelter angesehen, welches durch Elli und Mihail geleitet wird. Im letzten Jahr mussten sie es an einem anderen Ort ganz neu aufbauen.
Ich war beeindruckt, wie schön es geworden ist bzw. noch in Zukunft werden wird.
Die anderen vier Mädels sind dort geblieben. Astrid hat mit Darius 12 Hunde kastriert und Britta hat mit Mihail Material fürs Welpenhaus gekauft und die beiden haben danach gleich begonnen zu bauen.
Ich fuhr dann nach Racari zum Shelter um mich dort mit Bianca zu treffen.
Ich habe mich riesig gefreut sie und die Hunde wieder zu sehen. Alle Zwinger bis auf einen haben jetzt tolle Hütten und das Dach, welches ihr mit euren tollen Spenden finanziert habt, leuchtete schon von weitem.

Aber es gab auch nicht so tolle Neuigkeiten. Die eine Zwingerseite hat keinen Betonboden und da das Wasser vom Feld nebenan, ständig in die Zwingeranlage fließt, war es in den Zwingern ohne Boden so matschig, dass die Hunde völlig nass und dreckig waren. Letzte Woche stand so viel Wasser, das die Stadt eine Pumpe bringen musste.
Außerdem sind durch den fehlenden Transport im Februar, die Zwinger inzwischen teilweise völlig überfüllt. Ein Zwinger ist mit 11 Hunden voll. Wir redeten lange und haben Ideen gesammelt, wie wir welches Problem lösen könnten. Zwei Hunde fielen mir dieses Mal besonders auf. Erstens meine Irmi und unser RM26. Beide waren im Oktober noch sehr fröhlich und aufgeschlossen und wirkten dieses Mal sehr unglücklich. Irmi verlässt ihre Hütte kaum noch und auch der kleine Rüde kommt zwar noch ans Gitter, aber wirkt abwesend und desinteressiert. Mein größter Wunsch wäre, wenn sie am 30.3. auf den Trapo springen dürften.
George kam noch ins Shelter, um sich ein verletztes Ohr nach einer Beißerei anzusehen und zu behandeln. Der kleine Rüde ist noch nicht lange da und versteht die Welt nicht mehr, wo er nun gelandet ist. Er ist noch sehr dünn, aber völlig auf den Menschen fixiert. Wenn man aufhört ihn zu streicheln, weint er bitterlich.
Schnell noch einen starken Kaffee und dann fuhren wir ins Racari 2 zu George.
Auch hier sahen alle Hunde gut aus. Einige für meine Verhältnisse schon zu gut genährt. Aber für den Winter ist es völlig ok. Ich habe von jedem Hund Videos und Fotos gemacht und mir Charaktereigenschaften notiert. Bianca stand immer an meiner Seite und beantwortete mir meine vielen Fragen.
Um 17 Uhr verabschiedete ich mich und fuhr zu Elli, um die anderen Mädels abzuholen.
Ich war erstaunt, was sie alles schon an einem Tag geschafft haben.
Mit Darius, Elli und Mihail gingen wir noch etwas essen und fielen gehen 1 Uhr tot ins Bett.

19.03.2018

Um 7.00 Uhr klingelte der Wecker. Nach einem schnellen Frühstück, checkten wir aus. Ayla, Merle und Britta fuhren in Brunos Shelter um weiter zu bauen und um die Hunde zu katalogisieren.
Astrid und ich trafen uns bei herrlichem Sonnenschein und 19 Grad mit Bianca in Racari.
Um die Situation dort ein wenig zu entzerren, hatten wir den Abend zuvor mit Elli besprochen, das 5 kleine schnell vermittelbar Hunde zu ihr kommen dürfen. Diese suchte ich nun gemeinsam mit Astrid aus. Bevor sie umziehen, werden sie auf Mittelmeerkrankheiten untersucht. Das haben wir mit George für Montag geplant.
Ich machte noch Videos und Fotos für unsere lieben Paten. Leider dürfen die Hunde, die immer frei im Shelter liefen, dieses nicht mehr. Sie sind nun an der Kette, …einer von ihnen hat Nachbars Huhn gefressen.
Danach fuhren wir zu Laura Fincu. Ich freute mich riesig sie und die Hunde wieder zu sehen. Auch hier machten wir Bilder. Verteilten unsere Spenden und sprachen über die Zukunft mit Bianca und Laura.
Nun fuhren wir in Brunos Shelter. Ich fütterte mit Elli die Hunde.
Danach, es war schon spät, fuhren wir mit einem neuen coolen Mietwagen und Ellis kleinem Auto ohne Heizung und kaputtem Fenster 5 Stunden nach Rupea. Mitten in der Nacht kamen wir an und fielen für vier Stunden tot ins Bett.

 

1001 Wege zu spenden

PayPal:

unter Geld senden an Freunde – beliebige Beträge

Spenden per SMS:

Einfach wie folgt eine SMS an die Nummer 81190 senden.

 

 

 

 

 

 

 

seelchen10   = 10 Euro
seelchen5      =   5 Euro

Microspenden:

Teaming
https://www.teaming.net/seelenfurseelchene-v-

1,00 Euro monatlich Mikrospenden. Teaming ist ein Tool, um Bedürftige mit   Micro-Spenden von 1€ monatlich zu unterstützen. Unsere Philosophie ist, dass man alleine mit einem Euro nicht viel ausrichten kann… aber wenn wir uns zusammenschließen, dann können wir Träume wahr werden lassen.

Beim Einkaufen:

Gooding
https://www.gooding.de/seelen-fuer-seelchen-32718

Online shoppen und gleichzeitig einen Prozentsatz ihres Kaufs an uns spenden, ganz ohne Mehrkosten. Gooding macht es möglich. 1700 angeschlossene Shops.
Um keine Möglichkeit zu verpassen ist die Installation einer Toolbar in den Browser möglich. Es wird direkt angezeigt wenn sie einen teilnehmenden Shop aufrufen. So kommt zusätzliches Futter zusammen, und das kostet sie keinen Cent!

Amazon Smile
https://smile.amazon.de/

Bei jedem Einkauf können sie uns mit 0,5% eures Einkaufspreises beschenken, ohne dass es ihnen mehr kostet! Gehen sie einfach über den Link oben und suchen sie Seelen fuer Seelchen (wichtig! Nicht mit Umlaut ü!)  als ihren Verein aus, den sie unterstützen möchten.

Wecanhelp
https://www.wecanhelp.de/427333001/

vormals: Boost

Wie gooding eine Plattform um beim online shoppen gleich einen Prozentsatz ihres Einkaufs zu spenden- auch hier ohne Mehrkosten ! Der Shop-Alarm erinnert sie beim aufrufen eines teilnehmenden Shops, einfach in den Browser installieren.

Smoost
https://smoo.st/it/6sm2u

Jeder der ein Smartphone hat, kann uns finanziell unterstützen, ohne eigenes Geld auszugeben. Einfach, indem er sich Prospekte lokaler Händler auf dem Smartphone ansieht.

Pro Prospekt werden im Schnitt 5 Cent an ihr Projekt ausgeschüttet. Schon mit wenigen Unterstützern können auf diese Weise ansehnliche Summen zusammen kommen.

 

Futterspenden:

Tierschutz-Shop
https://www.tierschutz-shop.de/my-lists/view-a-list/?wlid=83173

Hier können sie von unserer Wunschliste Futter in allen Preisbereichen kaufen. Es wird gesammelt und dann vom Tierschutzshop nach Rumänien gebracht, sobald eine Palette voll ist. Perfekt und sicher für den Spender und praktisch für uns. Ab 0,98€ ist eine Futterspende bereits möglich.

Um Tieren in Not wirklich dauerhaft zu helfen, zahlt der Tierschutzshop  automatisch bei jeder Bestellung über die Wunschliste eine freiwillige Geld-Prämie an den Verein. Das heißt zu jeder Futterspende, die sie beim Tierschutz-Shop machen, zahlt der Tierschutzshop 10% der Netto-Bestellsumme als Geld-Prämie an Seelen für Seelchen.

Feed a dog
https://www.feedadog.com/

Für unsere Smartphone Unterstützer die Lösung als App. Futter spenden übers Handy. Runterladen, uns raus suchen und spenden. Ab 1€ sind auch hier Futterspenden möglich.

Futter(sach)spende in beliebiger Höhe für einen Tag (1,00), für eine Woche (7,00) und einen Monat (30,00). Und das einmalig oder regelmäßig. Per App.

 

 

Reisebericht Vanessa und Vroni – Barlad und Open Shelter Ende März 2018

 

Reisebericht Vanessa und Vroni  – Bârlad und Open Shelter

 

Tag 1

Deutschland – Rumänien – Barlad

Als wir gestern morgen mit ordentlicher Pufferzeit aus Lingen los gedüst sind, konnte noch niemand ahnen, dass aufgrund eines Schneesturmes in Bukarest unsere Anreise nur klitze kleine XX Stunden länger dauerte als gedacht. Der Flieger kam erst 3h zu spät und nach der Landung mussten wir noch 1h im Flugzeug warten. Weder Treppen noch Bus kamen bis zum Flugzeug. Die Rumänen waren sichtlich mit dem Unwetter überfordert. Wir, nachdem wir unseren Mietwagen in Beschlag genommen haben, anschließend auch Einige Rumänen hatten uns sogar von der Weiterfahrt abgeraten. Davon mussten wir uns aber erst selber überzeugen. Die Straßen waren anschließend auf der Fahrt teilweise wirklich sehr heftig, wurden aber mit der Zeit immer besser. Wirklich platt und gerädert kamen wir schließlich um 5 Uhr bei unserem Hotel an. Zeitgleich mit der Guten-Morgen-Begrüßung der gefühlten 10 Hähne der Nachbarn .

Aber nicht lang. Um 9:30 Uhr ging es wieder hoch. Ab zu Luiza und Valy ins Public Shelter.  Es war richtig schön die beiden endlich mal wieder zu sehen. Es war eine gute Stimmung im Shelter. Und auch die Hunde sahen wirklich zufrieden aus. Natürlich werden wir „Fremden“ immer mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke begrüßt, aber die Ruhe kehrte schnell wieder zurück.

Nach kurzer Lagebesprechung haben wir uns entschlossen die Hunde zu fotografieren und Videos von ihnen zu machen. Luisa war so lieb und kuschelte auf Nachfrage mit den kleinen Motten, da wir diese gerne zu der kalten Jahreszeit ins Warme holen möchten. Die kurzen Beinchen sind so nah am Boden, dass einige doch am bibbern waren Sie kennt wirklich jeden Hund ganz ganz genau – Wahnsinn!
Eine Hündin wurde noch kastriert und parallel am Auge operiert, aber auch sie kam schnell wieder aus ihrer Narkose und schaute nur verdutzt drein. Diese Hündin war sehr schüchtern. Aber genau wie wir sie kennen haben Valy und Bogdan mit viel Ruhe und Geduld den richtigen Moment abgewartet um ihr so wenig Stress wie möglich zu bereiten. Wir sind immer wieder so so positiv überrascht über den liebevollen Umgang der Shelterbetreiber mit den Hunden.

 

Die gefühlt rennenden Uhren hier in Rumänien überraschten uns wieder aufs Neue. Der erste Tag im Shelter war schon vorbei. Die Dunkelheit begann sehr früh und somit fuhren wir Richtung Hotel. An einer etwas ruhigeren Straße haben wir anschließend noch Bekanntschaft mit 6 Straßenhunden gemacht, denen wir mit Leckerlis wenigstens ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.
Angekommen im Hotel geht’s nun weiter mit der Auswertung der ganzen Bilder und Videos. Also, fahren wir gleich rüber zu Luiza und Valy und gehen die neuen Bilder/Videos durch, um sie den Alben zuzuordnen.

Tag 2

Besuch in unserem 2. Shelter, dem Help Azorel Shelter in Barlad bei Lucia Calinoiu

Heute sind wir zu Lucia ins Help Azorel gefahren bzw. geschlittert. Das Tierheim ist nur über einen sehr abgelegenen Feldweg zu erreichen. Wir waren heute sehr mutig und haben uns mit dem Auto hin getraut, obwohl die Tierheimleitung dort lieber zu Fuß hin gelaufen ist. Das Auto hat es zwar heile geschafft, der Sprung über den eingeschneiten, großen Graben hat Vanessa dann doch (mehrmals) zu Fall gebracht  Aufgestanden, Schnee abgeschüttelt, weiter ging es. Im Schlepptau hatten wir noch Luiza, die uns beim Übersetzen eine riesige Hilfe war (rumänisch, englisch, deutsch). Die Sonne lachte uns bei minus 8 Grad an und wir legten los. Wieder mal waren alle Hunde sehr aufgeregt uns ‘Fremden’ zu sehen. Wir verschafften uns kurz einen Überblick über die ca. 140 Hunde.

Heute hatten wir uns vorgenommen von allen einige schöne Fotos zu zaubern, sie alle auch in einem Video festzuhalten und ordnungsgemäß zu kategorisieren. Ist der Hund freundlich, scheu, wie groß, wie alt oder ist er gar unvermittelbar? Es sind so großartige Hunde, die alle ein anderes Leben führen sollten, als das jetzige. Allen Hunden war das Wasser eingefroren und sie kratzen in den Eimern. (Natürlich haben sie anschließend auch frisches Wasser bekommen aber bei den Temperaturen ist es aktuell nicht möglich dies 24h zur Verfügung zu stellen). Die meisten freuten sich so sehr über unseren Besuch, über nur mickrige 2 Minuten Aufmerksamkeit, sodass sie sich durch die Gitterstäben drücken oder gar hinterher weinten. Nur leider lässt es die Zeit meist nicht zu allen Hunden die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie so sehr verdient haben. Das Gefühl sie einfach stehen zu lassen war nicht schön. Ebenso schlimm war es einen schwerkranken Hund zu sehen, der gerade aufgrund von Staupe um sein Leben kämpfte. Er wurde medizinisch versorgt, doch mehr können wir nicht für ihn tun. Wir hoffen so sehr, dass er es schaffen wird. Und auch so kleine Welpen haben hier ein besonders hartes Leben bei den Temperaturen , es waren 3, 4 und 6 Monatige dabei und auch zahlreiche Junghunde, die hier nicht aufwachsen wollen. Nach ca. 6h nonstop Aufnahmen, Notizen machen und Fragen stellen fuhren wir wieder heim. Nun heißt es, alles an Bildmaterial und Info’s für euch zur Verfügung zu stellen. Denn jeder Hund hat nur dann eine Chance, wenn man weiß, das es ihn gibt. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis an alle: Bitte teilt, teilt und teilt unsere Hunde! Nur dann kann ihr tristes Leben bald ein Ende nehmen.

Tag 3

Shelter in Barlad

Unser Tag begann heute wieder früh am Morgen. Nachdem wir vorgestern die Hunde im neuen Part des „Little Souls Home“ fotografiert und gefilmt haben war heute der alte Teil an der Reihe.
Wie jeden Tag bisher haben wir uns mit Handy und Kamera bewaffnet und uns ans Werk gemacht.
Wie die letzten beiden Tage auch haben wir so viele wahnsinnig tolle Hunde gesehen und gleichzeitig viele Hunde, die mit dem Leben bereits abgeschlossen haben. Wir haben unser bestmöglichstes gegeben die Lakritznasen vor die Linse zu bekommen (was uns bei den Meisten, aber leider nicht bei allen gelungen ist).
Anschließend haben wir Luiza, Valy und Bogdan dabei geholfen die Zwinger zu reinigen, Wasser aufzufüllen, Schnee zu beseitigen und die Hunde zu füttern.

Nach dem „großen Fressen“ haben die Vierbeiner ein Sonnenbad genossen und wir haben uns (nachdem die eingeklemmten Finger versorgt waren) mit Luiza, die wieder zwischen Lucia und uns dolmetschen musste, auf den Weg gemacht, eine „Außenstelle“ des Help Azorel, genannt A2, zu besuchen und auch die dortigen Hunde zu fotografieren, zu filmen und zu kategorisieren. Da dort relativ viele Junghunde waren, war es mal wieder eine Mammutaufgabe, denn keiner der Zwerge hat auch nur ansatzweise daran gedacht, sich für mehr als eine Sekunde nicht zu bewegen 

Mal wieder sind wir auf dem Rückweg mehr gerutscht als gelaufen und da Luiza noch etwas zu erledigen hatte, sind wir zurück in die Pension gefahren um da weiter zu machen, wo wir gestern um Mitternacht aufgehört haben – Hunde kategorisieren und Alben aktualisieren. Den Tag haben wir mit einem leckeren Essen im Restaurant abgeschlossen zusammen mit Luiza und Valy, der heute mal wieder ein Jahr älter geworden ist. Und (wie jeden Tag) haben wir sie mehr als genug mit Fragen gelöchert, die uns beschäftigt haben. Na klar, Fragen über Hunde… aber nicht nur das. Auch über Ansichten der rumänischen Bürger, warum dieses und jenes so ist, wie es ist, Versicherungen, Politik, warum überall Plastikflaschen im Boden stecken und alles, was uns in den Kopf kam. Denn es ist wirklich wichtig, nicht nur etwas für die Hunde zu tun, sondern auch die Menschen besser zu verstehen, die hier leben anstatt nur darüber zu schimpfen. Jetzt fallen wir platt in unser Bett und sind mehr als gespannt darauf, morgen endlich das Open Shelter kennen lernen zu dürfen.

Tag 4

Der heutige Tag verlief komplett anders als geplant. Vorgenommen hatten wir uns das Open Shelter zu besichtigen, Familie Zamfir kennen zu lernen und anschließend wieder in die Pension zu fahren. Aber als wir zum ersten Mal heute morgen aus dem Fenster gesehen haben, sahen wir riesige Schneemassen. Alles war weiß! Alles! Die erste Hürde begann damit, den Wagen vom Hof zu fahren. Nach 30 Minuten und verzweifelten Versuchen dies zu schaffen mussten wir jedoch den Pensionsbetreiber um Hilfe bitten. Er kam kurze Zeit später und schaufelte uns frei. Und los gings. Die Straßen waren absolut zugeschneit, die Autos fuhren max. 40 kmh und ob Himmel oder Straße…. Alles war weiß! Der erste Teil der Fahrt war noch grenzwertig, aber dann kamen die Berge. Man kann sich nicht vorstellen wenn man es nicht erlebt hat, wie heftig dies war. Überall schlitterten Autos vom Berg, viele schafften es nicht und unser Auto kam mehr als an seine Grenzen. Mit gefühlten 2 kmh schlitterten wir von links nach rechts, mit heulendem Motor Stück für Stück voran. Gesprochen haben wir zu dem Zeitpunkt kein Wort mehr. Aber nun waren wir mitten in den Bergen und es war unmöglich umzudrehen. Nachdem unser komplettes Cockpit mit Warnhinweisen blinkte hatten wir es nach einer gefühlten Ewigkeit geschafft. Familie Zamfir pickte uns an einer Tankstelle auf und wir stiegen um in den Warrior. Aber auch mit diesem Wagen war es aufgrund der Schneemassen unmöglich ganz zum Open Shelter zu gelangen. Also stiegen unsere sowas von durchgeschüttelten Körper aus dem Wagen und der Fußmarsch durch teilweise 50cm Schnee lag vor uns.

Als wir beiden Sportskanonen endlich pustend, schnaufend und rotem Gesicht angekommen waren, wussten wir nun warum wir dies gemacht haben. Es ist ein unbeschreiblich schöner Ort mit so glücklichen Hunden, die uns freundlich begrüßten. Wir waren wirklich geflasht. Die Hunde spielten im Schnee, versuchten Vögelchen zu jagen und fühlten sich sichtlich wohl. Einige ließen sich knuddeln, viele waren interessiert und liefen direkt neben uns und andere lauerten aus den Bergen.

Die Futterplätze waren voll und die Hütten waren sehr warm und trocken und insgesamt war es wirklich wunderschön dort. Nachdem der Schnee wieder einsetzte und Aslan unsere eigenen Snacks durch elegantes Anhüpfen ergattern wollte, sind wir zurück gewandert. Nun war der Plan, einen Kaffee bei Familie Zamfir zu trinken und ab zurück in die Pension. Als wir jedoch die Rückfahrt besprochen haben, kam die ernüchternde Erkenntnis: Keine Straße ist mehr passierbar. Überall standen LKWs quer und blockierten die Straße. Wir hatten keine Chance heute noch zurück zu fahren. Was macht man dann? Rumänische Gastfreundschaft genießen! Unfassbar wie freundlich, liebevoll und hilfsbereit diese Familie zu uns ist. Wir aßen und tranken zusammen, sprachen über weitere Pläne und Möglichkeiten des Open Shelters und verliebten uns dabei ganz schnell in diese tolle Familie. Wir können so froh sein, dass genau sie das Open Shelter betreuen. Es gibt keine größeren Engel! Aber nun ist es spät und wir wurden mit zusammengeschnorrten Kinderzahnbursten, Bettwäsche und Handtüchern in deren Apartment gefahren. Eine komplette Wohnung nur für uns! Obwohl wir nun nichts bei uns haben, nicht mal frische Socken…. fühlen wir uns pudelwohl. So eine Warmherzigkeit haben wir vorher nicht kennen gelernt. An dieser Stelle auch noch einmal ein unfassbar großes Dankeschön an die komplette Familie! Und auch an Svenja, die alle paar Minuten auf dem Hinweg gefragt hat, ob wir noch leben und uns mit Witzen den Trip versüßt hat.

Tag 5

Wir erwachten nicht wie gewöhnlich in unserem Hotel, sondern in dem Appartment von Familie Zamfir.
Doch um die Zeit für den Rückweg wieder etwas aufzufangen, kamen die lieben Brüder der Familie, die das Open Shelter betreiben, bereits um 07:15 Uhr um uns abzuholen. Unser Vorhaben einen Kaffee zu trinken und dann los zu düsen wurde nach 3 Sekunden abgeschmettert, weil sich im Auto ein Frühstückssortiment einer syrischen Großfamilie befand. Also nahmen wir die Einladung für das gemeinsame frühe Festmal an. Diese Gastfreundschaft ist wie gestern bereits berichtet einfach unfassbar!
Aufgefuttert ging es dann mit gemischten Gefühlen wieder Richtung Barlad. Wir waren traurig der Familie Zamfir Tschüß sagen zu müssen, haben die vom Schnee geräumten Straße in den Bergen gefeiert wie einen Formel 1 Sieg und stellten uns die Frage: Was erleben wir heute im Little Souls Home?

Dort angekommen erblickten uns direkt 2 neue Hundegesichter. Eine kleine Knopfaugen-Wuschel-Maus (unfassbar wie man einen so süßen kleinen jungen und freundlichen Hund einfach bei den Wetterverhältnissen aussetzen kann) und eine richtig arme Schnecke. Sie wurde sehr stark gebissen und Luiza und Valy fanden sie zum Glück kurze Zeit später geschockt in einer Straße liegend. Diese traurige Maus wurde nun erstversorgt und bekam anschließend sogar eine eigene große Hütte mit viel Stroh. Nun kann sie sich erstmal erholen. Ihre Verletzungen sahen wirklich nicht schön aus, aber sie hatte einen Schutzengel.

Dann ging es zurück zum Alltag im Shelter. Zwinger reinigen, füttern, tränken. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Die ganzen Schneemassen waren in die Zwingeranlagen gefallen, in denen die Hunde natürlich auch ihre Hinterlassenschaften platzieren. Also versuchten wir Schnee zu schieben und diesen außerhalb des Zwingers zu stapeln und die Häufen raus zu picken und separat zu entsorgen. Bei so vielen Hunden ist dies wirklich eine Knochenarbeit. Also fanden wir beiden Profisportler wieder schnell zu einer gesunden roten Gesichtsfarbe zurück  An dieser Stelle aber auch noch einmal ein Riesenlob an die Arbeiter dort. Sie machen dies wirklich jeden Tag mit großer Solgfalt – egal wie lange das dauert. Und zack – war der Tag im Shelter schon wieder vorbei. Alle fuhren heim.
Ein normaler Feierabend bedeutet hier übrigens: Duschen, Essen und Hundefotos zuzuordnen/kategorisiern. Heute jedoch mit einer Besonderheit – Wäsche waschen. Hätten wir dabei Zuschauer gehabt, hätten diese nun auch rote Gesichter. Aber vor lachen. Die Hostelbetreiber sind wirklich sehr freundlich, sprechen aber zu 100% nur rumänisch. Also stehen alle mit den Köpfen vor der Waschmaschine und jeder erzählt irgendetwas. Immer nett lächeln….wir haben in der 10 minütigen Unterhaltung nichts – absolut nichts verstanden. Und wir sind uns fast sicher, dass es ihm genau so ging. Aber witzig war es trotzdem. Nachdem die Wäsche fertig war, haben wir sie zusammen mit der Hoteldame draußen auf einer Drahtschnur an einer min. 478 Jahre alten Holzlatte aufgehangen. Ja, hier ist einiges anders. Aber wir haben wieder mal gemerkt, dass die Rumänen auch sehr zuvorkommende Menschen sein können.

PS. Als wir nun wirklich in diesem Moment diesen Text geschrieben haben ist noch etwas passiert. Wir haben noch 2 Flaschen selbstgebrannten Schnaps vom lieben Papa Zamfir bekommen. Diese haben wir hier auf unseren Tisch im Schlafzimmer platziert. Und einfach so – aus dem nichts ist die Flasche zersprungen. Alles lief durch unser ganzes Zimmer. Nachdem wir aber nun mit wischen, sauber machen und abwaschen fertig sind, werden wir nun mit einer ordentlichen Schnapsfahne in der Nase schlafen können. Heute wahrscheinlich sogar noch besser und tiefer als die letzten Tage .