Einen Auslandshund adoptieren?

Hinweise zur Auslandsadoption

Sie möchten einen Hund aus dem Ausland adoptieren? Das freut uns sehr! Wir möchten Ihnen berichten, wie die Hunde dort aufgewachsen sind, um ein wenig mehr Verständnis und Überlegung im Vorfeld zu ermöglichen.

Die Hunde aus den Sheltern kennen ein Leben auf der Straße oder im Shelter, nicht viel sonst. Manche mögen in Gärten aufgewachsen sein, jedoch immer in ärmlichen Verhältnissen.

Die Hunde kennen oft keine Kinder, keine Katzen, und auch mit anderen Hunden mag es problematisch sein. Eins ist sicher: Sie bekommen ein Überraschungsei!
Aber es ist ein Überraschungsei, das sich lohnt: Dieser Hund hat bereits das Schlimmste erfahren müssen, Entbehrungen von Futter, Wasser, Nähe, Sicherheit.
Sie geben ihm die Chance, all dies kennen zu lernen. Und dafür wird er im Rahmen seiner Möglichkeiten mit ihnen zusammen arbeiten und ihr Partner werden!

Im Shelter kennen die Hunde es, ein Mal am Tag (mit Glück) gefüttert zu werden, vor anderen Hunden zu kuschen, denn wer Stress macht, bekommt Stress. Totbeißungen sind keine Seltenheit. Der Transport ist, auch wenn er unter besten Bedingungen durchgeführt wird, ein Schock für viele Hunde – manche jedoch genießen die Ruhe, zum ersten Mal seit Jahren, und schlafen durch. Und dann lernt er Sie kennen! Noch ist alles neu, alles möchte er kennen lernen, aber bitte Stück für Stück. „Ein kleiner Schock pro Tag“ ist oft eine gute Herangehensweise, so wird er an einem Tag geduscht, am nächsten Tag lernt er, dass man den Garten auch verlassen kann, und am Wichtigsten: Er merkt von Anfang an, dass seine Menschen nicht immer da sind. Bitte nehmen Sie sich nicht zwei Wochen Urlaub und seien sie 24 Stunden am Tag für den Hund da – es wird umso schwerer, wenn der Alltag einkehrt und der Hund sich daran gewöhnt hat. Wenn Ihr Hund lernt, von Anfang an, dass nicht immer Menschen da sind, dann gibt es in den seltensten Fällen Probleme, denn: Dort wo er herkommt waren Menschen ebenfalls nur selten da. Das sollte ihm nicht anerzogen werden.

Wie bei Welpen auch möchte er sobald als möglich stubenrein werden, das gelingt am besten wenn an den ersten Tagen alle 4 Stunden das Haus verlassen wird. Wir feiern eine Party, wenn er draußen sein Geschäft erledigt, er soll ja wissen, dass dies draußen erledigt wird! So wird er es schnell begreifen.

Und wir konsultieren falls notwendig möglichst bald einen Trainer, der uns von Anfang an das Leben miteinander erleichtert! Oft gibt es Kommunikationsmissverständnisse, Auslandshunde sind nicht unbedingt so geübt darin, den Menschen zu lesen, so wie es vielen von uns auch schwer fällt, die Hunde zu lesen. Wir möchten uns bemühen, ihn zu verstehen!

Mehr Informationen zu einer Pflegestelle bei uns finden Sie hier.
Mehr Informationen zu einer Adoption finden Sie hier.

Bei Fragen und Problemen schreiben Sie bitte eine Email an svenja@seelen-fuer-seelchen.de ,wir versuchen immer, zu helfen, damit Ihr neuer Mitbewohner sich baldmöglichst zum Wohle aller gut einleben kann!

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"Gemeinsam für die Hunde in Rumänien!"