Erfahrungsberichte: Direktadoptionen

Marie ca3 Jahre aus Barlad:

Ankunft 09.04.2016

Ihr Lieben,

hier Maries Adoptions-Geschichte:

Marie im Shelter un Rumänien
Marie im Shelter un Rumänien

 

 

Marie in ihrer Familie in Deutschland
Marie in ihrer Familie in Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lange Zeit wollten wir, das sind eine alleinerziehende Mami von 2 Teenagern, einen Hund, was aber durch die Lebensumstände bis Dato nicht möglich war.

Das änderte sich dann durch einen merkwürdigen Zufall ..nun ja… die Idee der Fellnase nahm Gestalt an und wir ( echte Hundeanfänger) fingen an, uns zu informieren und viel zu recherchieren. Wir dachten daran einen Hund aus einem deutschen Tierheim zu adoptieren         schließlich sind diese ja auch voll genug mit tollen Tieren- dies gestaltete sich allerdings schwerer als gedacht.. (Ein Kind in eine Problemfamilie zu adoptieren ist wahrscheinlicher als einen Hund und der richtige Hund war auh nirgends dabei)
So fingen wir an, im Internet zu suchen und stießen sehr bald auf „Seelen für Seelchen“ und somit auf Marie.

Irgendwie war es Liebe auf den Ersten Blick. Nach den ersten Kontakten zu SfS fingen die Sorgen an.. Dürfen wir Marie zu uns holen? Ist dieser Hund, in den wir uns doch so verliebt hatten auch für Menschen ohne große Hundeerfahrung geeignet? Schaffen wir das?
Wir fingen an alles für einen Hund anzuschaffen…Körbchen, Näpfe etc.. Die Aufregung stieg von Tag zu Tag und alles drehte sich um Marie.

Wie das Schicksal es wollte stand einer Adoption von Marie eigentlich nichts mehr im Wege und schnell war alles nötige auch erledigt.

Dann kam die Nachricht: Marie wurde positiv auf Borreliose getestet- was tun? Als Hundeunerfahrene Familie einen Hund nehmen bei dem man nicht weiß- ist sie krank, bricht die Krankheit aus, welche Symptome gibt es, was wird aus Marie, sollten wir uns im Nachhinein gegen sie entscheiden?

Wir haben lange mit Svenja (1. Vorsitzende bei SfS telefoniert, die uns kompetent und liebevoll beraten und beruhigt hat und uns jederzeit die Möglichkeit gegeben hat, von einer Adoption zurück zu treten. Eine schlaflose Nacht und viele Telefonate später war uns klar -Marie kommt trotzdem zu uns.

 

Dann sollte der Tag kommen, an dem Marie in ihr neues Leben starten durfte und wir bekamen ein nach Shelter stinkendes, gestresstes und sehr müdes wunderhübsches Mädchen in das unsere.

Die ersten Tage lag sie lethargisch in ihrem Korb und beobachtete ihre neue Welt und die Menschen um sie herum eher desinteressiert. An Tag 2 war ihr Gestank nicht mehr zu ertragen und wir badeten ihre Vergangenheit und vermutlich den Spot-On aus dem Fell. Danach veränderte Marie sich jedoch von Tag zu Tag.

Anfangs war sie nicht in der Lage den sicheren Teppich zu verlassen, da sie auf dem für sie ungewohnten Parkettboden weg rutschte und Panik bekam. So brachten wir das Fressen zu ihr. Mittlerweile hat sie keine großen Probleme mehr und sie ist so mutig, dass sie sogar die obere Etage entdeckt und erkundet hat. Sie hat auch nun keine angst mehr Treppen zu begehen und kommt uns durch den Keller in den Garten im Eilschritt nach und wieder zurück

 

Marie ist nach wie vor eine sehr ängstliche bzw vorsichtige Hündin, die aber die Welt in ihrem Tempo erkunden will. Sie wird immer mutiger und fordert ihre Aufmerksamkeit. Sie will beschützt werden, beschützt aber auch selbst gerne. Das Gassi gehen ist sehr schwierig da Marie eben ängstlich ist aber ich bin mir sicher, auch das bekommen wir in den Griff.

In Bereichen, die sie schon erobert hat, wie Garten und Haus ist sie sicher, selbstbewusst und forsch.

Sie liebt es sich zu verstecken und hat einen heidenspaß daran um das Garten-Gerätehäschen zu laufen und uns von der anderen Seite zu „erschrecken“. Gibt man zu erkennen, dass man sie gesehen hat, rennt sie wie gestochen in die entgegengesetzte Richtung. Auch Maulwürfe haben in Zukunft schlechte Karten- Marie ist auch eine kleine Schnüffelnase.
Sie bereitet uns jeden Tag so große Freude.

Noch arbeiten wir daran ,Maries Vertrauen zu gewinnen, was uns nicht immer gelingt (Tag 5 nach ihrer Ankunft) .

Sicher machen wir aufgrund der fehlenden Profi- Erfahrung noch einige Fehler. Hilfe kann man sich jederzeit bei SfS holen und es gibt immer liebe und gute Ratschläge. Man hat nie das Gefühl, alleine mit seinen Sorgen und Problemen zu sein.

Aber Marie ist so ein toller Hund, dass sie zu merken scheint, dass wir es nicht so meinen und uns immer eine „weitere Chance“ gibt Fehler wieder gut zu machen. Anders herum gilt dies selbstverständlich ebenfalls . Die Kommunikation zwischen uns funktioniert aber immer besser. Marie meldet sich , wenn sie raus muss.

Nachdem wir den halben Winter mit viel Geduld und zureden aus ihr heraus gekämmt haben ist ihr langes Fell seidiger. Der Blick der Nachbarn, wenn plötzlich Wolle statt Pollen durch den Garten fliegt….unbezahlbar.

Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung einen Hund aus dem Tierschutz zu uns zu nehmen. Ja…. dies bedeutet wesentlich mehr arbeit, da diese Tiere i.d.R. weder Leine noch Wohnung kennen. All dies ist für einen Anfänger wie wir es sind mit Sicherheit eine noch größere Herausforderung als für einen Hunde-Erfahrenen – diese ist aber- wenn man weiß auf was man sich einlässt- machbar!!!!!
Aber jeder noch so kleine Schritt wie die Aufforderung den Bauch zu krabbeln oder das erste Schwanzwedeln, wenn man nach Hause kommt ist so ein tolles Erlebnis. Der Blick von Marie wenn man ihr hilft, für sie schwere Situationen zu meistern, ist mehr Wert als alles andere. Jeden Tag nähern wir uns einander an auch wenn es manchmal Rückschläge gibt.

Schon nach einer Woche ist uns dieses sture und liebenswerte rumänische Mädchen so ans Herz gewachsen, dass es unvorstellbar ist jemals ohne sie zu sein.

Hoffentlich findet auch ihr „Euren“ Hund

Eure Famlie Dülberg mit Marie (jetzt eingebürgerte Steuerzahlerin)

"Gemeinsam für die Hunde in Rumänien!"