Momo
35 cm – der Zurückhaltende
[RESERVIERT]

Momo kam am 10.04. ganz frisch in Deutschland an. In wenigen Tagen werden wir also in der Lage sein mehr über ihn zu berichten und auch aktuelle Fotos online stellen. Dann kann er auch gern auf seiner Pflegestelle besucht werden. Interessenten, die ihn kennenlernen möchten, können sich aber natürlich trotzdem schon gern bei uns melden.

Er ist circa 3 Jahre alt und wird entwurmt, entfloht, geimpft, gechippt, kastriert und mit europäischem Pass gegen eine Schutzgebühr von 370 € mit Schutzvertrag vermittelt. Des Weiteren wurde vor der Ausreise ein Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten durchgeführt, der negativ war.


Nachfolgend sein alter Text aus Rumänien:

Steckbrief
Alter: ca. 4-5 Jahre (Stand 2021)
Geschlecht: männlich
Kastriert: ja
Charakter: zurückhaltend
Größe: ca. 35 cm
Geeignet für: geduldige Menschen
Im Shelter seit: Juni 2019
Verwandte: Geschwister Louis, Flöckchen, Anno, Mina, Paul und Selma

Hallo,

ich bin der kleine Hundejunge Momo und kam Ende 2019 mit meinen Geschwistern ins Racari Shelter. Ihr seht es auf den Bildern, ich fühle mich hier nach wie vor sehr unbehaglich. Wenn mir die Menschen auf die Pelle rücken, kann ich mich gar nicht genug in die Ecke verkriechen. Kein Wunder: Ich habe mein Leben zum Großteil auf der Straße verbracht und wer weiß, was ich dort für Erfahrungen mit euch Menschen gemacht habe. Augenscheinlich waren es eher schlechte Erfahrungen, vielleicht aber auch einfach gar keine. Vielleicht habe ich die Nähe zu euch Menschen immer gemieden und nun kommt ihr mir näher, als mir lieb ist. Ich muss erst lernen, dass eure Annäherung für mich kein Grund zur Sorge sein muss und dass ihr mir nichts böses wollt.

Der Alltag hier im Shelter ist sehr belastend für mich. Doch wer weiß, vielleicht taue ich mit der Zeit etwas auf und schaffe es sogar, etwas Vertrauen zu den Pflegern hier aufzubauen und mich aus meiner Hütte herauszutrauen, wenn jemand unseren Zwinger betritt. Doch das wird sicherlich nicht von heute auf morgen gehen und dies solltest du bedenken, wenn du mir ein Zuhause schenken möchtest.

Eine Reise zu dir wird für mich wahrscheinlich sehr anstrengend und mich letzten Endes wohl in eine Welt führen, die mir völlig fremd ist und mich verunsichert. Ich bin schon hier im Shelter überfordert, was soll ich erst davon halten, wenn ich plötzlich in einem Haus oder einer Wohnung leben soll, unmittelbar bei euch. Und mit so vielen Dingen, die ich nicht kenne und die mir Angst machen könnten? Du musst auf jeden Fall jede Menge Geduld und Verständnis für mich haben und es mir erlauben, meine neue Welt in meinem eigenen Tempo zu entdecken. Vielleicht traue ich mich nur Zentimeter für Zentimeter heraus aus meinem Schneckenhaus und sicherlich gibt es immer wieder mal auch ein paar Schritte zurück.

Doch bin ich deshalb denn ein hoffnungsloser Fall? Habe ich nicht trotzdem eine Chance verdient? Ich sollte in erfahrene Hände kommen und behutsam wieder an ein Leben herangeführt werden. Sicherlich ist das eine Herausforderung für alle Beteiligten, aber wie groß wird die Freude sein, wenn meine Augen das erste Mal wieder lachen? Wenn ich Lebensfreude zum Ausdruck bringe und es vielleicht sogar genießen kann, gestreichelt zu werden? Wer möchte diesen Weg gemeinsam mit mir gehen?