Amélie
35 cm – die Lebensfrohe
[48249 Dülmen]

Amélie kam am 13.11. ganz frisch in Deutschland an. In wenigen Tagen werden wir also in der Lage sein mehr über sie zu berichten und auch aktuelle Fotos online stellen. Dann kann sie auch gern auf ihrer Pflegestelle besucht werden. Interessenten, die sie kennenlernen möchten, können sich aber natürlich trotzdem schon gern bei uns melden.

Sie ist circa 2 Jahre alt und wird entwurmt, entfloht, geimpft, gechippt, kastriert und mit europäischem Pass gegen eine Schutzgebühr von 390 € mit Schutzvertrag vermittelt. Des Weiteren wurde vor der Ausreise ein Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten durchgeführt, der negativ war.


Nachfolgend ihr alter Text und Bilder aus Rumänien:

Steckbrief
Alter: ca. 1 ½ Jahr (Stand August 2021)
Geschlecht: weiblich
Kastriert: ja
Charakter: sehr freundlich
Größe: ca. 35 cm
Im Shelter seit: Juli 2021

Ich bin Amélie und möchte euch meine besondere Geschichte erzählen.
Ich war erst wenige Monate alt, als ich auf der Straße von einem Auto angefahren wurde. Mein Glück war, dass ich gefunden wurde und man sich meiner annahm. Ich bin mit meinen schweren Verletzungen der Hinterläufe kein Hund, der in ein Shelter gehört, also durfte ich einige Monate bei der Shelterleitung zu Hause leben und wurde dort sehr gut gepflegt.
Dann kam der aufregende Tag für mich und ich wurde in ein anderes Shelter gebracht, das näher an einer sehr guten Klinik liegt, die schauen sollte, ob man noch etwas für mich tuen kann. So ging es zu neuen Menschen für mich, die mir bei den ganzen Untersuchungen die Pfote hielten.
Nach einer kleinen OP durfte ich die Klinik wieder verlassen. Man konnte nicht mehr viel an dem Zustand der Beine ändern, aber ich bin ohne Schmerzen. Es wird noch Monate vergehen, bis alle Wunden geschlossen sind und ich ohne Verbände laufen kann.
Die Diagnose lautete: ein fröhliches Hundemädchen, dass mit der Situation sehr gut klar kommt und sich nicht anmerken lässt, das mit ihren Beinen etwas nicht stimmt.
Das eigentliche Problem ist, dass viele Menschen sich nicht vorstellen können, dass es für mich völlig in Ordnung ist. Ich brauche kein Mitleid und keine Menschen, die mich in Watte packen. Ich möchte LEBEN und vor allem etwas ERLEBEN.
Ich weiß, dafür bedarf es besondere Menschen, die sich vorstellen könnten, dass ich ein toller Familienhund sein kann.
Das Versorgen meiner Wunden wäre in einem richtigen Zuhause sicher auf viel einfacher als hier im Shelter. Ich lebe ich nun separiert, mit einer anderen Hündin, die auch noch nicht fit genug ist, zu den anderen Hunden umzuziehen.
Aber vielleicht kann ich diesen Schritt auch überspringen? Vielleicht hab ich das Glück, von dieser Krankenstation im Shelter gleich in ein Zuhause zu ziehen oder auf eine Pflegestelle, die mir ein kuschliges Körbchen auf Zeit anbieten möchte?