Noroc
im Wachstum – hat Schlimmes erlebt

Steckbrief
Alter: Januar 2024 geboren
Geschlecht: männlich
Kastriert: nein
Charakter: sehr freundlich, fröhlich, verschmust
Größe: im Wachstum (etwa mittelgroß werdend)
Im Shelter seit: Mai 2024

Hallo an alle Menschen! Ich bin Noroc. Ich bin noch recht neu hier und möchte mich nicht vordrängeln, aber meine Geschichte ist leider kein Einzelfall und die solltet ihr kennen …

Auch wenn ich noch sehr jung bin, muss ich euch warnen. Diese Geschichte wird nicht fröhlich oder lustig sein. Nein, in meinem kurzen Leben musste ich schreckliche Dinge erleben und dennoch kann ich mich heute hier für euch präsentieren.
Als ich das Licht der Welt erblickte, war ich einer von vielen Hunden auf den Straßen Rumäniens. Bei mir war meine Mama und vermutlich auch noch meine Geschwister, aber an die erinnere ich mich nicht mehr so gut. Meine Mama sorgte toll für mich und ich fühlte mich sehr geliebt. Sie brachte mir viel über das Leben bei und ich konnte voller Stolz auf sie hinaufblicken. Es war noch sehr kalt und der Frühling ließ noch auf sich warten. Für eine Mutter ist es sehr hart, ständig in Sorge um ihre Babys zu sein. Auf der Straße kämpft man dauernd ums Überleben. Die Suche nach Futter, einem sicheren Schlafplatz und auch der Straßenverkehr fordert viele Opfer. Was man aber nicht vergessen darf, ist eine ganz andere Gefahr.

Dieser Gefahr kann man kaum entkommen und die geht von manchen Menschen aus. Es gibt hier Menschen in Rumänien, die dulden uns Straßenhunde, wollen aber nicht viel mit uns zu tun haben. Dann gibt es aber auch diese Engel, denen wir nicht egal sind. Sie versorgen uns mit Futter und haben hier und da auch liebe Worte für uns.
Die dritte Kategorie von Menschen, darf man eigentlich so nicht bezeichnen, denn das sind wahre Monster. Diese Monster hassen uns Hunde, die frei herumlaufen. Sie sagen, wir zerstören und beschmutzen alles und wir hätten kein Recht zu leben … und solch einem Monster sind meine Mama und ich begegnet.

An einem Tag wie jeder andere, als Mama und ich umherstreunten, stand er plötzlich vor uns. Schnell merkte Mama, er wollte nichts Gutes für uns und wir rannten los. Doch er jagte uns und brüllte uns hinterher. Meine Mama wollte mich beschützen und ihm den Weg zu mir versperren, doch in diesem Augenblick schlug er zu, mit seiner Stange. Mama schrie vor Schmerzen, doch sie kämpfte wie eine Löwin. Sie hatte keine Chance gegen dieses Monster, der immer wieder zuschlug. Auch mich traf er und ich jaulte laut auf. Irgendwann konnte meine Mama nicht mehr kämpfen und sie blieb liegen.
Er packte uns und schmiss uns in den Kanal. Dann war alles plötzlich ganz ruhig. Meine Mama atmete nicht mehr. So sehr ich sie auch anstupste und ihr übers Gesicht leckte, sie regte sich nicht mehr. Meine geliebte Mama hatte mich verlassen und ich war ganz alleine. Ich kuschelte mich an sie und schloss die Augen. War das auch mein Ende? Ich hatte keinen Antrieb, mich selbst aus dieser Situation zu befreien und schlief ein.

Erinnert ihr euch an die andere Art von Menschen, von denen ich euch erzählt habe? Es sind die Menschen, die nicht an uns vorbeigehen können und denen wir nicht egal sind. Sie haben ein Herz für uns und uns leiden zu sehen, schmerzt sie.
Solch ein Engel kam mir zur Rettung und befreite mich aus dieser schlimmen Lage. Erst hatte ich Angst, sollte die Folter weitergehen und muss ich weitere Schmerzen ertragen? Das würde ich nicht überstehen. Aber schnell merkte ich, dieser Mensch wollte mir nichts Böses und er nahm mich mit und brachte mich hierher. Hier wurde ich gut umsorgt und meine Wunden wurden versorgt. Nun sind viele Wochen vergangen.

An den Angriff erinnern noch einige, wenige alte Wunden, die meinen kleinen Körper zeichnen, aber auch diese werden verheilen. Doch die schlimme Wunde in meinem Herzen, ist Dank der tollen Menschen, die mich hier liebevoll gepflegt haben, verheilt.

Ich habe meine Mama nicht vergessen und vermisse sie immer noch. Doch auch hier werde ich geliebt. Ich darf im Haus des Pflegers leben, bis andere Notfälle kommen, denen ich Platz machen muss. Aus mir ist ein lebensfroher Welpe geworden, der fröhlich durchs Leben springt. Dass ich mich hier so zeigen kann, ist einzig meinem Engel zu verdanken … Ich habe gelernt, dass diese Monster in der Minderheit sind und ich den Menschen vertrauen darf.

Darf ein kleiner Straßenhund, der nach dem schlimmsten Tag im Leben dann dieses große Glück erfahren durfte, auch mehr erhoffen? Wird es für mich ein Happy End geben? Wird mich eine Familie sehen und wissen, auf dem Rest meines Weges wollen sie mich begleiten? Mit viel Hoffnung in meinen Blick, schaue ich nun nach Vorne und weiß, es wird alles gut!


Interesse geweckt?

Wenn Sie Interesse an Noroc haben, füllen Sie bitte unseren Interessentenbogen aus (https://seelen-fuer-seelchen.de/interessentenbogen/)oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@seelen-fuer-seelchen.de oder eine Nachricht über Facebook. Noroc ist ausreisefertig und kann mit dem nächsten Transport nach Deutschland reisen. Unsere Hunde reisen legal mit Traces. Als Traces bezeichnet man das Datenbanksystem, mit dem der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU überwacht wird. Die Hunde reisen kastriert (insofern alt genug), geimpft, gechipt und entwurmt aus und besitzen einen EU-Pass. Des Weiteren wird bei Hunden ab 12 Monaten vor der Ausreise ein Schnelltest auf folgende Mittelmeerkrankheiten durchgeführt: Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Dirofilariose und Leishmaniose.

Die Patenschaft für Noroc hat Kerstin M. übernommen und sorgt somit für ein gefülltes Näpfchen.


Vielen Dank im Namen der Hunde!