Erfahrungsberichte: Direktadoptionen

Mischa (Balu P) aus dem Racari-Shelter

Ankunft 25.01.2020

Hallo kleiner Mischa,

schon seit knapp über einem Jahr bist bei uns. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Weißt du noch am Anfang? Da war dein Safespace unser Bett – Straßen, Fahrräder und Kinder waren das schrecklichste überhaupt. Wir haben die Hoffnung an dich nie aufgegeben, denn jedes Mal, wenn wir dein freches Grinsen gesehen haben, wussten wir: du schaffst das. Egal wie schwer es war und bis heute noch manchmal ist, deine Entwicklung ist so unfassbar toll, wir sind einfach nur stolz auf dich. Jedes Mal wenn du zu uns angewatschelt kommst, dein Schwanz voller Freude wedelt, wenn du uns siehst, wissen wir, es war die beste Entscheidung, die wir jemals getroffen haben.

Wir wurden vorgewarnt, du bist wirklich eine riesige Wundertüte. Und egal welche Überraschungen du noch für uns bereithältst, wir freuen uns darauf. Denn wir verstehen dich von Tag zu Tag mehr und wissen nun wirklich was Geduld heißt, wie wir schwierige Situationen am besten meistern. Wir sind froh, dass wir dir die Welt außerhalb eines Zwingers zeigen können, den Hundepark, den Wald und sogar das Meer. Wir wollen mit dir viel Erleben, die Zeit mit dir verbringen und jede Sekunde mit Spaß und Glück füllen, so wie du auch uns jede Sekunde Glück und Freude bereitest. All deine Eigenheiten sollst du niemals verlieren, du sollst dieser charaktervolle Hund mit deinen kleinen Macken bleiben, so wie wir dich lieben gelernt haben, seit du bei uns bist. Du warst die beste Entscheidung. Von deinem kleinen wuscheligen Aussehen hast du dich verabschiedet und bist ein ganz anderer Hund als vor einem Jahr, und mit jedem Tag lieben wir dich mehr. Danke, dass du uns die schwersten Zeiten so versüßt, kleine Fellnase.

Auch wenn es uns oft unangenehm ist, hör bitte niemals auf zu Bellen, wenn es an der Tür klingelt, weil du immer noch denkst, uns beschützen zu müssen und dich dann doch versteckst, denn irgendwie ist es doch ganz süß. Denn du als Hund verzauberst jeden, der dich sieht.

Danke auch, dass Seelen für Seelchen uns so toll begleitet hat auf diesem Weg, nicht nur deinem, sondern auch unserem. Egal wie schwer es war und welche Frage wir hatten, Melanie stand uns mit Rat und Tat zur Seite und hat uns immer unterstützt und ermutigt. Nicht jeder ist solch einer Situation gewachsen, doch jeder Hund verdient sein warmes Körbchen. Uns ist damit eins besonders klar geworden: adopt-don’t shop. Viele Hunde auf den Straßen dieser Welt suchen ein Zuhause und nicht jeder Vierbeiner hat die Möglichkeit, dieses auch zu finden. Umso glücklicher sind wir, dass mit der Hilfe von allen des Vereins und in den Sheltern in Rumänien die Möglichkeit geschaffen wurde, diese liebenswerte Fellnase in Haus und Herz zu holen. Ihr leistet wirklich Großes, vielen Dank an alle die diese Herzensangelegenheit machen.

Ilona und Andreas


Kosmo (Baby-Yoda) aus dem Help Azorel

Ankunft 13.06.2020

Wir wollten schon seit zwei Jahren mit einem Hund leben, bevor Kosmo schließlich zu uns gekommen ist. Es war uns immer klar, dass es unbedingt ein Tierschutzhund sein sollte, dem wir in unserer Familie mit Haus und großem Garten ein schönes Leben bieten wollten.

Bei unseren Recherchen nach einem passenden Hund fanden wir „Seelen für Seelchen“ und ein Foto von unseren Kosmo, in das wir uns sofort verliebt hatten. Die Art und Weise wie sich der Verein präsentiert hat und wie nett, hilfsbereit und kompetent die Mitglieder sind, die uns jederzeit unterstützt haben, hat uns sehr berührt.

Am 13.06.2020 schließlich kam unser Überraschungsei bei uns an. Verschüchtert und ängstlich von der langen Reise und der neuen Umgebung kam er erst am zweiten Tag aus seiner Transportbox heraus, um zunächst nur das Wohnzimmer zu erkunden.

Der Garten wurde erst nach drei Tagen erkundet – vorher wollte er nur schnell sein Geschäft erledigen und dann wieder in seine Transportbox. Stubenrein war er innerhalb von einer Woche und anfassen ließ er sich von uns sofort und genoss die Zuwendung.

Damit er erstmal sein neues Zuhause erkunden konnte, sind wir erst nach ca. zwei Wochen auf unseren ersten Spaziergang außerhalb unseres Grundstücks gegangen, genauer gesagt: Wir mussten ihn tragen, bis wir im Park angekommen sind – vorbeifahrende Autos sind ja so beängstigend.

Zu Beginn kannte Kosmo nichts, alles war neu und oft beängstigend für ihn: Spiegel waren gruselig und wurden ausgebellt ( Lösung: diagonal einen Klebestreifen drüber kleben); die Türklingel und der Staubsauger waren anfangs Anlass zu wildem Gebelle (Lösung: zeigen, wie eine Klingel und der Staubsauger funktioniert); Besuch musste weg gebellt werden und durfte sich nicht bewegen (hier ein großer Dank an unsere wunderbare Betreuung, Lösung: Hund an die Leine, zum Besuch führen und der Besuch gibt unauffällig Leckerchen) – all diese anfänglichen Probleme haben sich so nach kurzer Zeit in Luft aufgelöst.

Zwischendurch verzweifelten wir kurz, weil wir ungeduldig wurden und manches Verhalten nicht verstanden. Für uns war es gut, dass wir bei „Seelen für Seelchen“ immer einen Ansprechpartner hatten und auch noch haben, der uns begleitet und gute Tipps gibt.

Wir wussten, dass er Zeit braucht, es war alles ganz neu für ihn und natürlich für uns auch.

Viel Verständnis, Streichel- und Kuscheleinheiten sowie gegenseitiges Vertrauen haben ihn dann in kurzer Zeit zu einem ganz tollen Familienmitglied gemacht.

Kosmo liebt es Dinge zu lernen, Grundkommandos sind kein Problem und kleine Kunststücke und Agility-Übungen machen ihm auch sehr viel Spaß.

Es gibt so viele schöne Dinge über Kosmo zu berichten, darüber könnten wir mittlerweile ein ganzes Buch schreiben.

Er ist ein wunderbarer Junghund geworden, der Freund, Spielpartner und Charmeur für ganz viele Hunde im Park und in der Nachbarschaft.

Für uns ist er nicht mehr wegzudenken.

Kosmo ist Menschen gegenüber vorsichtig, aber neugierig und freundlich. Dazu ist er überaus kinderlieb und dankbar für sein neues Leben in seinem neuen Rudel.

Für uns ist er Freund, Tröster, Schmusepartner und Spielkamerad, unser Seelchen für unsere Seelen.

Am 01.01.2021 ist Kosmo ein Jahr alt geworden und wir freuen uns auf viele wunderschöne Jahre mit ihm.

Ganz vielen lieben Dank besonders an Karina Ehrlich und Mayra Kauffmann für die Unterstützung und Begleitung bis heute.

Ihr seid spitze!

Barbara F.


Cara (jetzt Mischka) aus dem Help Azorel

Ankunft 12.12.2020

Mein Wunderbärchen Mischka

Wie ich zu Mischka kam, ist für mich immer noch das größte Wunder und Geschenk.

Entdeckt bei Seelen für Seelchen e.V. war ich sofort begeistert von der Beschreibung von der hübschen Mischlingshündin. Ich hatte viel Glück und es konnte bald darauf eine Vorkontrolle stattfinden. Das Glück verließ mich nicht und Mischka durfte zu mir reisen – zunächst als

Pflegestelle mit Option.

Mischkas Zahnstatus war sehr schlecht, wie kurz vor Abreise festgestellt wurde.

Demnach war sie auch schon 6-7 Jahre alt, etwas älter als zunächst angenommen.

Ich bin sehr froh, dass ich mich trotzdem für sie entschieden habe. Die Schutzgebühr wurde reduziert und ich wurde während der gesamten Vermittlung gut betreut.

Die Entscheidung, ob Mischka bleiben darf, war schnell getroffen, nach einem kurzen und positiven Tierarztbesuch.

Ich war ab der ersten Sekunde einfach nur verzaubert von dieser Hündin.

Bis Mischka in mein Leben trat, begleitete ich 3 Jahre lang als Patin eine Hündin, auch aus dem Tierschutz, und spürte, wie sehr sie mein Leben bereicherte.

Damals konnte ich mir kaum vorstellen, dass die Verbindung zwischen einer anderen Hündin und mir noch so viel stärker sein könnte und das Vertrauen so schnell wachsen würde.

Am 12. Dezember kam Mischka abends mit dem Transporter an, die Situation für sie war schwer, sie fiepte herzzerreißend und ich stand den Tränen vor Mitgefühl für ihre Situation und Vorfreude sehr nahe.

So lang und anstrengend die Fahrt für Mischka war, umso erleichterter schien sie, als sie endlich in ihrem neuen Zuhause aus ihrer Transportbox konnte. Sie flüchtete sich sozusagen direkt in die Arme von mir und meiner Mama. Mischka war sofort sehr zutraulich und wollte am liebsten nur gekrault und gestreichelt werden.

Nachdem die erste Anspannung abgefallen war, entleerte sie sich komplett. Da ich damit gerechnet hatte, war dies für mich erstmal ein gutes Zeichen. Mischka war nach diesem Zeitpunkt stubenrein und auch sonst sehr pflegeleicht.

Ich hatte keinen Anlass mir Sorgen machen zu müssen. Sie fraß von Anfang an aus meiner Hand und ihrem Napf und holte sich auch sonst von mir Streicheleinheiten und viel Nähe.

Schon die erste Nacht wollte sie in meinem Bett verbringen.

Trotz allem war ich in der ersten Woche sehr aufmerksam um ihr Wohlergehen und ständig besorgt, es könne ihr an etwas fehlen. Mit der Zeit sind wir ein prima Team geworden und haben uns besser kennengelernt und bald auch die Umgebung und den Wald erkundet. Sie läuft bereits sehr schön an der Leine, ist freundlich zu anderen Hunden und Menschen und besonders auch kleinen Kindern, was mich als angehende Erzieherin immer besonders glücklich macht.

Mischka entwickelt sich toll weiter und macht mich zu einer sehr glücklichen Hundemama.

Danke SfS für euer Engagement und an Janine und Janet für die liebe Betreuung und Begleitung bei der Vermittlung!

Pauline & Mischka


Lina (jetzt Nela) aus dem Help Azorel

Ankunft 30. Mai 2020

Happy End mit Startschwierigkeiten

Wir haben uns schon lange einen Hund gewünscht und Anfang 2020 hat es endlich gepasst. Unsere Suche hat ein wenig gedauert, aber mitten in der Coronazeit im April sind wir auf Nela gestoßen. Da hieß sie noch Lina und schaute uns mit großen Augen aus dem Bildschirm an.

Am Samstag den 30. Mai spät abends war es dann soweit und wir konnten Nela in ihrer Box nach oben tragen.

Das Administrative, die Vorkontrolle, offene Fragen, kurzum die Betreuung, der Transport, die Übergabe und alles Drumherum liefen und laufen auch jetzt super!!!!!

Nach der langen Fahrt bewegte Nela sich kein Stück aus der Box. Erst nachts als wir schliefen, hat sie sich komplett entleert, aber Fressen und trinken wollte sie die ersten 1,5 Tag gar nichts. Am Montagabend dann der erste Fortschritt: Nela verlässt die Box und schaut sich in der Wohnung um.

Nela ist sehr scheu und vorsichtig aber neugierig. In den nächsten 6 Tagen machen wir nur Minifortschritte und üben uns in Geduld. Ab dem 7. Tag füttern wir nur noch aus der Hand, damit wir eine bessere Bindung aufbauen können. Leider bleibt es weiter dabei, dass wir sie nicht anfassen können und so konnten wir ihr bisher auch kein Geschirr anlegen. Gefühlt befinden wir uns in einem neuen „Lockdown“, denn wir wohnen zur Miete im 1.OG ohne Garten, nur mit Balkon. Das macht unser Leben recht schwierig und irgendwie hatten wir uns das ganz anders vorgestellt.

Am Tag 12 legen wir Nela nun doch „unter Zwang“ das Geschirr an. Es sitzt vorn und hinten nicht richtig und wir versuchen es wieder mit festhalten und nachjustieren. Was für ein Drama!! Nela wehrt sich mit allem was sie hat und mein Mann und ich bekommen uns richtig in die Wolle. Tränen fließen. Wir zweifeln. Muss Nela wieder weg? So soll das doch nicht sein. Haben wir wirklich die richtige Entscheidung getroffen? Die Nerven liegen blank.

Wir brauchen Hilfe! So geht das nicht weiter! Am nächsten Tag bekommen wir über unsere Betreuerin einen Kontakt zu einer Trainerin. Tags darauf machen wir mit ihr einen Termin. Nur noch 3 Tage durchhalten.

16. Juni 2020 – unser Leben als Rudel beginnt, denn Gaby (Trainerin) zeigt uns, wie wir am besten das Geschirr anlegen. Mit ihrer Unterstützung gehen wir das erste Mal zusammen raus. Noch ziehe ich Nela hinter mir her und sie sträubt sich mit allem dagegen. Doch oh Wunder, am Abend läuft sie bereits erstaunlich gut an der Leine und man merkt, wie sehr es ihr gefällt.

Seitdem haben wir uns nie wieder gefragt, ob es richtig war, dass wir Nela adoptiert haben. Sie ist nun 2 Monate bei uns und macht sich sooo gut. Fortschritte sind an der Tagesordnung. Sie lernt schnell und genießt ihr Leben mit uns und wir mit ihr.

Nach kurzer Zeit war sie stubenrein, ist super verträglich mit allen Hunden, sucht sich aber ihre Kumpel aus. In der Wohnung merkt man sie gar nicht, denn sie liebt ihr Bettchen und die Ruhe. Zum Schmusen, Streicheln oder Bürsten kommt sie aber jederzeit zu uns. Wir können Nela ohne Probleme bereits 3 Stunden alleine lassen. Sie wird immer zutraulicher, auch Fremden gegenüber. Autofahren bis zu 20 Minuten ist kein Thema. Heute waren wir das erste Mal im Freilauf. Sie konnte toben ohne Leine und wir die Bindung testen. Alles prima!! Noch knapp 3 Wochen bis zum Urlaub und danach geht es zur Hundeschule.

Was soll ich sagen: Happy End!!!! Wir sind rundum glücklich und Nela auch.

Heike B.


Candy (jetzt Shanti) aus dem Help Azorel

Ankunft 11. Juli 2020

Meine Shanti ❤

Donnerstag, 16. Juli 2020. Ich sitze hier mit meinem Kakao, einem Kerzchen und leiser Musik. Ein Tag wie viele andere Tage. Wäre da nicht etwas ganz Spezielles. Auf dem Sofa, auf ihrer Kuscheldecke, liegt die kleine Mischlingshündin Shanti und schläft.

Mir laufen beim Schreiben dieser Zeilen die Tränen runter. Es sind Tränen der Dankbarkeit. Sie hört mein Schluchzen und schaut mich an. Sie wird sich denken “was hat sie denn bloß, ist doch alles gut” 🙂. Ja, jetzt ist alles gut ❤.

Die ersten Bilder von Shanti habe ich schon vor vielen Monaten gesehen. Ihr Blick ging mir direkt ins Herz. Ich habe ihre Fotos auf Instagram und in meinem Whatsapp Status gepostet, um ihr zu helfen ein Zuhause zu finden. Bei mir schien es aufgrund meiner Lebensumstände unmöglich. Ich wohne alleine und arbeite zu 100% in einem Büro, in dem Hunde nicht erlaubt sind.

Die letzten Monate haben gezeigt, dass Homeoffice problemlos möglich ist. Als ich mit einem Freund am Fluss sass und jedem Hündchen nachschaute, meinte er: “Jetzt könntest du doch die kleine Hündin aus Rumänien zu dir holen”. Von diesem Moment an konnte ich an nichts anderes mehr denken. Ich habe gleich abgeklärt, ob sie noch im Shelter ist. Für mich unverständlich, aber ja, sie war noch da. Jetzt bin ich mir sicher, dass sie auf mich gewartet hat.

Shanti musste noch ein bisschen Geduld haben. Es gab einiges zu regeln und ich hatte ein paar Steine aus dem Weg zu räumen. In dieser Zeit hat mich die Hilfsbereitschaft der Menschen in meinem Leben sehr berührt. Schlussendlich fand ich eine Lösung zur Gewährleistung einer guten Betreuung von Shanti, während der drei Tage, die ich wöchentlich im Büro sein werde. Als ich mich für sie beworben und den Fragebogen ausgefüllt habe, war das schon ein spezieller Moment. Die Vorkontrolle verlief positiv. Als ich erfuhr, dass die kleine Maus zu mir kommen darf, sind Tränen der Erleichterung und Freude runter gekullert.

Ich habe erfahren, dass sie im nächsten Transport schon mitfahren kann. Gut ging es so schnell, die Vorfreude war kaum auszuhalten 🙂. Am Abend vor dem 11. Juli 2020 hat mich meine Adoptanten Betreuerin Claudia angerufen. Das war super. Danke Claudia an dieser Stelle für Deine Unterstützung zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Am 11. Juli ging es dann los nach Deutschland. Ein Freund hat mich mit dem Auto von Zürich nach Rottweil begleitet, wo Shanti mir am Abend übergeben wurde. Ihr könnt euch meine Aufregung vorstellen. Hierfür gibt es keine Worte 🙂. Schon während der Fahrt nach Zürich hat sich ein zartes Band zwischen uns gebildet. Mit ihren Hundeaugen hat sie mich aus ihrer Box angeschaut und meinen Worten gelauscht.

Zuhause angekommen brauchte sie eine Weile, bis sie sich traute ihre Box zu verlassen. Als sie sie dann verließ, hat sie sich gleich auf ihre Decke am Boden gelegt und ist bald darauf eingeschlafen. Nur einmal ist sie in der Nacht kurz aufgestanden, um auf leisen Pfoten die Wohnung zu erkunden.

Am nächsten Morgen hat sie das erste und bis jetzt einzige Mal ihr Geschäft in der Wohnung verrichtet. Jetzt ist Donnerstag und bis heute ist das nicht wieder passiert.

Es brauchte Geduld, bis sie Vertrauen fasste. Sie hatte keine einfache Zeit zu Beginn ihres ungefähr vierjährigen Lebens. Am Sonntag konnte ich sie dann aber doch das erste Mal streicheln. Dieser Moment, unbezahlbar. Und wieder Tränchen meinerseits 🙂.

Die kleine Hündin beeindruckt mich täglich aufs Neue. Ich wohne mitten in der Zürcher Altstadt. Das bedeutet regelmäßiges Glockenläuten, das Rattern von Rollköfferchen auf den Pflastersteinen, spielende Kinder, das Rauschen des Putzwagens um 7.00 Uhr morgens, Gelächter aus Bars und Restaurants, der Rettungshelikopters des Universitätspitals. All diese Geräusche sind mir im Zusammenhang mit ihr stark aufgefallen in den letzten Wochen. Wie wird sie darauf reagieren? Wird sie bellen? Jedes Mal aufschrecken? Aber wisst Ihr was? Es interessiert sie nicht 🙂. Sie bleibt ganz cool. Und somit kann auch ich mich entspannen. Danke, kleine Maus.

Wahrscheinlich läuft das alles so gut, weil sie eine Rumänische Straßenhündin ist. Sie sitzt am liebsten mit mir bei der Bank, die in Richtung Straße zeigt. So kann sie das trubelige Geschehen beobachten. Lastwagen, Straßenbahn, Fahrräder, Jogger, andere Hunde … alles nimmt sie mit Gelassenheit. Ich weiss nicht, wo sie das gelernt hat, aber sie läuft immer schön neben mir her. Sie macht das total gut.

Shanti ist ein soziales Hündchen und berührt die Menschen mit ihrer offenen, aufgeweckten und lieben Art. Und natürlich weil sie sooooo unglaublich süß ist. Gestern war ich das erste Mal mit ihr im Café. Sie bekam eine Schale mit Wasser und durfte auf das Bänkchen zu mir sitzen. Dort lag sie friedlich und schlief schlussendlich ein.

Mit Männern hat sie wohl keine gute Erfahrung gemacht. Hier braucht sie viel Zeit, bis sie sich annähert. Meine Freunde lassen sie in Ruhe, bis sie auf sie zukommt. Bei den Mädels braucht es nicht lange, bis sie sich öffnet. Bei den Jungs braucht es schon ein paar Stunden. Aber umso schöner, wenn sie sich dann schlussendlich auch von ihnen streicheln lässt. Kleine, mutige Maus.

Sie ist erst vier ganze Tage bei mir und ich könnte schon ein Buch schreiben. Wir lernen uns immer besser kennen und ich kann mir ein Leben ohne sie schon nicht mehr vorstellen. Ich bin einfach glücklich, dass wir uns gefunden haben.

Der Organisation Seelen für Seelchen danke ich von ganzem Herzen. Ich bewundere euren unermüdlichen Einsatz. “Danke – für jedes Leben, das Ihr rettet.”

Seele und Seelchen

Manuela & Shanti


Bugs (jetzt Balu) aus Help Azorel

Ankunft 13. Juni 2020

Anfang 2020 haben wir mit dem Gedanken gespielt, einen Hund bei uns aufzunehmen.

Nach vielen Gesprächen mit dem Familienrat haben wir uns auf die Suche gemacht. Klar war für uns, dass wir einen Welpen haben möchten. Was zwar viel Arbeit bedeutet, aber dass man am Ende ein Familienmitglied hat, „so wie man es haben möchte.“

Wir haben uns Seiten von Züchtern angesehen oder auch Wurfankündigungen im Anzeigeblättchen.

Bis wir auf die Idee gekommen sind, warum nicht auch einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren und zu retten.

Als wir dieses fertig gedacht haben, sind wir im Netz auf die Suche gegangen.

Es gibt unzählige Tierschutzvereine. Aber als ich auf die Seite von Seelen für Seelchen gestoßen bin, war ich schon sehr beeindruckt.

Die Philosophie des Vereins hat mich sehr angesprochen.

Also hab ich mir dort die Junghunde angesehen.

Einer hübscher als der andere …

Letzten Endes sind wir auf den süßen Bugs gestoßen, der mit seinen 5 Geschwistern im Shelter geboren ist. Er hatte also bis dahin keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht.

Perfekt für uns, weil es unser erster Hund ist und wir eigentlich total unerfahren waren.

Ich habe dann Kontakt aufgenommen, der ausgesprochen kompetent und professionell war. Ich habe mich gut über einen „Auslandshund“ informiert gefühlt.

Der Ablauf mit dem Interessentenbogen bis hin zu Vorkontrolle war super organisiert und alle Kontaktpersonen sehr freundlich. Auch wenn es im Anschluss noch Fragen gab von meiner Seite, musste ich nicht lange auf eine Antwort warten.

Als es dann soweit war, dass unser neues Familienmitglied ausreisen durfte, muss ich sagen, dass dieser Transport einfach perfekt organisiert war.

Alles in einem … ich kann nur mein höchstes Lob und meinen größten Respekt an alle Beteiligten aussprechen.

Jasmin M.

Juni 2020


Elina aus Help Azorel

Ankunft 28. September 2019

Oktober 2018 mussten wir unsere 15 Jahre alte Hündin einschläfern lassen. Danach wollte ich eigentlich keinen Hund mehr.

Monate später, motiviert durch eine Freundin, dachte ich über eine Patenschaft für Hunde aus dem Ausland nach. Nach unzähligen Besuchen auf diversen Internetseiten stieß ich auf Seelen für Seelchen. So fand ich auch Elina, sie gefiel mir von Anfang an, so füllte ich den Patenschaftsantrag aus.

Nach etlichen Tagen und Wochen und mehreren Besuchen auf ihrer Seite überlegte ich mir, sie ganz bei uns aufzunehmen. Schließlich interessierte sich auch scheinbar keiner für sie.

Nach Absprache mit der Familie, füllte ich den Interessentenbogen aus und wartete.

Etliche Gespräche wurden geführt und ich befürchtete schon, Elina nicht zu bekommen. Der Verein hätte Elina als Angsthund lieber zu einem souveränen Ersthund vermittelt und außerdem stünden noch so viele tolle und einfachere Hunde zur Vermittlung. Ob wir uns diesen Schritt nicht noch einmal überlegen möchten?

Wollten wir aber nicht. Die Entscheidung stand fest. So bekamen wir letztendlich das OK.

Wir wurden wirklich gut aufgeklärt, sowohl von Okka, als auch von Marion, die damals Vorkontrolle bei uns durchführte.

Wir organisierten einen mobilen Zwinger (sehr guter Tipp aus einem anderen Erfahrungsbericht), stellten diesen neben dem Wintergarten auf und holten Elina schließlich am 28.09.19 in Crailsheim ab. Mit der Transportkiste mussten wir sie ins Haus tragen.

Sie bezog ihr „Haus“. Misstrauisch und ängstlich beäugte sie am Anfang jede unserer Bewegungen. Die Türe war immer geöffnet, so konnte sie uns erstmal in aller Ruhe beobachten, ohne ständig gestört zu werden. Wir hatten ja schließlich alle Zeit der Welt.

Die ersten Nächte verbrachte ich dann auch bei ihr.

Nach all den Strapazen schlief sie sehr viel, was auch nicht weiter verwunderlich war.

Erst am 4. Tag nahm sie Futter aus der Hand, meine Freude darüber war riesengroß!

Lustigerweise war Elina abends und nachts viel zugänglicher als tagsüber. So spielte sich vieles am Abend bzw. in der Nacht ab.

In der 2. Woche konnte ich sie das erste Mal streicheln! Ich war außer mir vor Freude! Ein riesengroßer Schritt war geschafft!

Langsam taute Elina auf, wollte auch schon spielen, wurde richtig lustig. Aber nur innerhalb des Hauses! In den Garten wollte sie nicht, ich musste sie wiederholt rausheben, danach blieb sie erst einmal stocksteif liegen. Sie wollte einfach nicht laufen, alles machte ihr Angst! So stellte ich sie immer wieder auf, und irgendwann lief die Maus dann wirklich los. Von dem Tag an ging es stetig bergauf! Als der Garten erkundet war, traute ich mich dann auch außerhalb des Grundstückes mit ihr zu laufen. Es gab ja auch so viel zu entdecken! Wiesen Wälder, andere Hunde, deren Besitzer, Pferde, Katzen. Ich war so glücklich! Linchen wurde von Tag zu Tag selbstbewusster. Nach 8 Wochen gingen wir gemeinsam spazieren, als hätten wir nie etwas anderes gemacht.

Zum Glück hatten wir in all der Zeit viele Ansprechpartner, die uns in schwierigen Situationen weiterhelfen konnten. Laura von SfS hatte immer ein offenes Ohr. Unsere vielen Hundebekanntschaften, die uns entweder besucht oder begleitet haben.

3 Monate sind vergangen! Zugegeben, die ersten Wochen waren wirklich nicht einfach und trotzdem haben wir uns nicht beirren lassen und sind unseren Weg gegangen.

Den Jahreswechsel haben wir auch ohne Probleme überstanden. Wenn ich jetzt Elina über die Wiesen rennen sehe, könnte ich platzen vor lauter Freude und Stolz. Eine wunderschöne, verspielte und schlaue Hundedame! Unsere Elina.

Januar 2020

Martina L.


Baya aus Racari

Ankunft 28. September 2019

Vor drei Monaten kam BAYA in mein Leben 😁
Ich möchte Euch daher etwas über den Weg zu mir und die bisherige Entwicklung erzählen.
Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema Hund beschäftigt. Aber mein Job macht das eigentlich unmöglich bzw. wäre das Tier zu lange alleine.
Dann bin ich in Facebook auf einen süßen Hund in Bulgarien gestoßen, vermittelt von einer anderen Organisation. Also habe ich den kleinen Familienrat einberufen, um die Möglichkeiten und Einstellungen auszuloten. Meine Mutter war gleich dabei – ihr letzter Hund musste vor zwei Jahren 15-jährig eingeschläfert werden 😕 Mein Junior mit Freundin war auch dabei, also habe ich mich um den Hund beworben. Eine knappe Mail mit „Leider schon vermittelt, sorry. Mit freundlichen Grüßen“ war alles, was ich nach einem Tag bekam. Also war das Thema Hund eigentlich erledigt, hat mir aber keine Ruhe mehr gelassen und ich habe im Netz gesucht.

Schnell kam ich zu Seelen für Seelchen und stieß auf Baya – dank einer Futterpatin hatte die Kleine wenigstens einen Namen. Anfragen hatte es noch keine gegeben auf den süßen Flohzirkus 🤔

Wieder bewarb ich mich per Mail, und wurde schon am gleichen Tag von einer sehr sympathischen Marit Kapusczinski kontaktiert. Das Telefonat klärte bereits die wichtigsten Fragen und den Bewerbungsbogen folgte noch ein weiteres Telefonat. Mir wurden weitere Bilder und Videos geliefert, kurzfristig eine Vorkontrolle organisiert und nach positivem Ergebnis war Baya „mein Hund“. Alle weiteren Schritte waren höchst professionell, sympathisch und vertrauenswürdig. Man konnte meinen, Marit macht das hauptberuflich 😉 Wir wissen ja, dass es anders ist.
Der Transport war top organisiert, die Besatzung sehr lieb und vorsichtig mit den Tieren. Meine Tierärztin hat der medizinischen Versorgung vor Ausreise ein „ausgezeichnet“ attestiert 👍
Wie vereinbart wurde Baya von einem Transportbegleiter direkt in die Box gesetzt, ich bekam die Papiere und die 1,5-stündige Heimfahrt konnte beginnen.

Der Gestank des kleinen Tieres war atemberaubend 🤮 Zur Verstärkung hat sie beide Geschäfte in die Box gemacht… Den Weg in die Wohnung machte sie ebenfalls in der Box, die eigentlich für die ersten Tage ihr Zuhause sein sollte.
Die kleine Maus war zwar sehr ängstlich, aber auch genauso neugierig 🤪und kam nach nicht sehr langer Zeit aus der Box. Für die Eroberung des Wohnzimmers brauchte Baya dann aber zwei Tage, vorsichtig, Schritt für Schritt.
Den ersten Besuch draußen machten wir am nächsten Tag – doppelt gesichert raustragen, auf einem Stück Wiese absetzen, rumsitzen, bisschen schnüffeln, wieder reintragen. Für Laufen war Baya auch die folgenden Tage noch zu ängstlich.

Die Angst vor Orten und Straßen, manchen unklaren Situationen ist bis heute präsent. Wesentlich schwächer, aber noch da. Zu Menschen und Artgenossen ist sie sehr aufgeschlossen und freundlich, kaum ängstlich. Die intensivste Bindung hat Baya vom ersten Moment an zu mir, was auch so gewollt war – wir haben das auch gesteuert. Ich war immer da, habe ihr anfangs ausschließlich das Futter gegeben.

Seit ca. 2 Wochen darf die kleine Rumänin frei laufen 🥰 Sie entfernt sich nicht weit von ihren Menschen und folgt nahezu aufs Wort. Meine Mutter hat sie gestern 2x aus dem Spiel mit drei anderen Hunden abgerufen und sie ist sofort gekommen. Natürlich sind wir immer weit weg von größeren Straßen – und seit heute ist Freilauf gestrichen, denn es wird Feuerwerk verkauft. Also wieder Sicherheitsgeschirr 😕
Baya bleibt problemlos 2-3 Stunden alleine, macht wenig kaputt. Nur KABEL kann sie nicht lassen, scheinbar ist etwas Marder in ihr drin 🙈

Mit 7,8 kg und ca. 39 cm Schulterhöhe kam sie zu mir, inzwischen wurden daraus über 50 cm und knapp 14 kg, also ein richtiger Hund …

Sie ist lieb vom Wesen, wunderschön anzusehen und nach einem hartnäckigen Milchzahn und Giardienbefall auch gesund. Ein toller Hund 🥰🥰

Ich kann dem ganzen Team von Seelen für Seelchen nur herzlich danken für ihr Engagement und die tolle Betreuung 👍👍😁 Unbedingt empfehlenswert, was für Auslandstierschutz nicht selbstverständlich ist, soviel weiß ich inzwischen von anderen Hundebesitzern.
— dankbar hier: Gebersheim, Baden-Wurttemberg, Germany.

Dezember 2019

Peter L.


Fee aus Racari

Ankunft 1. Juni 2019

Luna – ehemals Fee aus dem Racari-Shelter

Ich kann heute nicht mehr sagen, wie ich Ende 2018 auf der Seite von Seelen für Seelchen gelandet bin. Aber ich kann mich noch genau an FEE erinnern. Ihr Bilder und ihre Geschichte haben mich berührt. Die arme Hündin, die sich immer mehr verschließt, sich nicht anfassen lässt, einfach nur Angst hat und sich am liebsten in Luft auflösen wollte. Allerdings war Ende 2018 noch nicht an einen neuen Hund zu denken. Schließlich hatte ich 3 Hunde, von denen sich meine beiden Rüden nicht vertragen hatten und im Haus getrennt werden mussten. Erst Anfang April, kurz nachdem wir „meinen“ Rüden Drago über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten, schaute ich wieder öfters auf der Seelchen-Seite nach Fee. Wo ich noch Wochen vorher für ein „vermittelt“ gebetet hatte, hoffte ich jetzt, dass sie noch kein Zuhause gefunden hatte. Auch wenn wir immer noch nicht bereit waren, zu unserer 13-jährigen Hündin und zu unserem 8-jährigen Rüden einen neuen Hund ins Haus zu holen. Wir alle fielen in ein tiefes Loch nach Dragos Tod. Mir ging es schlecht. Meiner alten Hündin Gina ging es schlecht und unserem Rüden Timo ging es auch nicht gut.

Am 7. Mai sah ich das FEE auf der Notfallseite stand. Sie musste da raus! Und ich wusste sofort, jetzt oder nie. Sie ging mir Monate lang nicht aus dem Kopf und jetzt war der Zeitpunkt, an dem ich ihr helfen wollte. Ich telefonierte mit meinem Mann. Er wusste sofort, dass ich da nicht mehr locker lassen würde, denn ich hatte ihm ja immer mal wieder die Bilder von Fee gezeigt und gesagt, dass irgendwann genau so eine arme Seele zu uns ziehe würde.

Dann ging alles ziemlich schnell. Ich füllte online den Interessentenbogen aus und bekam sofort eine „erstaunte“ Rückmeldung, ob ich mich wirklich für ihre scheue Fee interessierte? Ja genau für sie interessierte ich mich bzw. es war die Einzige, die ich haben wollte!

Der Verein und vor allem Marit waren in diesen 3 laaangen Wochen bis zum Trapo echt mega lieb. Wir schrieben viele Stunden via Facebook. Sie hatte mich wirklich über alles aufgeklärt, mit welchen Schwierigkeiten ich rechnen müsse. Dass es langwierig sein könnte, bis sich FEE öffnet und Nähe zulassen kann. Dass es sein könnte, dass FEE sich erst nach Tagen oder Wochen von mir streicheln bzw. anfassen lässt. Dass es sein könnte, dass sie mir wochenlang in die Bude pullert. Wir haben wirklich alles besprochen. Auch dass der Verein immer als Ansprechpartner für uns da ist. Dass es eine Trainerin gibt, die bei Problemen weiter hilft. Dass es jede Menge Pflegestellen und Adoptanen mit einer Unmenge an Erfahrung gibt, die immer nützlichen Tipps und Tricks im Umgang mit ängstlichen Hunden haben.

Um FEE den Start bei uns so leicht wie möglich zu machen, bauten wir kurzerhand einen großen Zwinger mitten ins Esszimmer. Wir wollten FEE nicht in einem Zimmer einsperren und somit isolieren. Sie sollte uns beobachten können und somit vertrauen fassen.

Am 1. Juni war es dann soweit. FEE zog bei uns ein. Wir holten sie am Trapo ab und brachten sie in der Transportbox nach Hause. Ich schlief die erste Nacht bei ihr. Ich hatte mir von Anfang an fest vorgenommen, ihr das Tempo zu überlassen. Die ersten Tränen liefen dann nachts, als ich ihr das 2. x mit der Hand Futter anbot und sie ihre sichere Box verlassen hatte. Ich war so überwältigt, dass dieser arme ängstliche Hund mir nach so wenigen Stunden so viel Vertrauen schenkte. Sie ließ sich von mir streicheln und erkundete ihr „Gehege“ mit angrenzenden Schlafzimmer. Im Gehege fühlte sie sich sehr schnell sicher. An unsere beiden anderen Hunde und ans Haus gewöhnte sie sich von Tag für Tag mehr. Ich war für jeden Schritt, den sie in die richtige Richtung machte, mega dankbar. Sie gab das Tempo vor und sie hatte sich dazu entschieden, dass sie im Shelter genug wertvolle Lebenszeit verloren hatte und dass es jetzt Zeit ist, das Leben endlich zu genießen. Nach 1 Woche konnten wir in den Garten gehen, ohne dass sie Panik bekam. Nach einer weiteren Woche konnten wir die Felder und Wiesen durchforsten, ohne dass sie Angst hatte. Sie vertraute mir so schnell und ich musste nur drauf achten, dass ich ihr Vertrauen nicht verlor. Um unsere Bindung zu stärken, durfte sie ab der 2. Nacht bei mir im Bett schlafen. Wir schliefen jeden Abend Hand & Pfoten haltend ein. Mit jeden Stück Lebensmut und Vertrauen, dass sie fasste, ging es uns allen besser. Unser altes Mädchen Gina hatte auf einmal wieder Spaß an Spaziergängen. Unser Rüde Timo fing wieder an, leichtes Spielverhalten zu zeigen. Und in meinem Leben schien wieder die Sonne.

FEE heisst heute Luna lebt nun seit 3 Monaten bei uns. Allerdings haben wir in diesen 3 Monaten so viel erlebt und erreicht, dass es sich viel länger anfühlt. Sie ist eine absolute Traumhündin geworden! Sie genießt unsere langen Spaziergänge genauso wie ich. Sie liebt es, mit uns im Wohnzimmer zu liegen und einfach mal nichts zu tun. Unser Highlight des Tages sind unsere abendlichen dollen 5 Minuten im Garten. Da tobt sie mit uns und unserem Nesthäckchen (Feebee, 6 Monate) ebenfalls von SFS vor 5 Wochen adoptiert.

Ich kann wirklich nur jedem Raten, auf sein Bauchgefühl zuhören und auch den vermeintlich ängstlichen und scheuen Hunden eine Chance zu geben. Manche Hunde sind vom Leben im Shelter einfach so überfordert, dass sie sich nicht so zeigen.

August 2019

Barbara T.


Krümel aus Racari

Ankunft Ende April 2019

Krümel im Racari-Shelter in Rumänien

Sookie (Krümel) kam Ende April mit dem Trapo direkt zu mir nach Hause. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Lange dachte ich darüber nach, ob ich einem jungen Hund gerecht werden könnte. Doch nachdem meine erste Hündin eingeschläfert werden musste, war klar, dass es ohne Hund nicht geht. Als Lehrerin wollte ich eigentlich bis zu den Sommerferien warten, doch ich verliebte mich spontan in einen Hund, den ich zufällig bei Facebook sah. Das Schicksal sollte entscheiden und nach einer ersten Anfrage ging alles sehr schnell.

Eigentlich sollte es gar nicht Sookie sein, doch nach der positiven Vorkontrolle stieg meine Vorfreude und dass der zunächst auserwählte Hund es nicht sein konnte, sollte dem Unterfangen nicht im Weg stehen. Ich wollte wieder einen Hund haben und es sollte einer aus dem Tierschutz sein. Am liebsten schwarz und noch sehr jung, da der Schmerz über den Verlust der alten Hündin noch recht groß war.

Nach einigem Hin und Her wollte ich die Maus sogar in Bukarest abholen, doch auch dieses Vorhaben scheiterte zunächst. So hieß es also warten.

Am 27.04.2019 kam Sookie dann endlich an. Viel ängstlicher als ich es von einem so jungen Hund, der früh aufgelesen wurde, dachte, aber bildhübsch. Die Erfahrungen, die ich mit meinem ersten Hund (Angsthund auch aus Rumänien) machte, halfen mir jedoch, eine gute Mischung aus Zuspruch und Ignorieren des Hundes zu finden, sodass die Neugier der Kleinen schnell geweckt wurde.
Nach wenigen Tagen fing sie an, mir zu vertrauen und meine Nähe zu suchen. Vor der Hand mit den Leckerlis wich sie noch lange zurück, weshalb zunächst Dinge trainiert wurden, die ohnehin mit Distanz zu tun hatten.

Das kurzweilige Alleinebleiben klappte deshalb sehr schnell. Sookie nutzt diese Zeit nun, um zu schlafen und zu entspannen. Futterspuren in der Wohnung führten stets zu mir. Hier gab es Hundeleberwurst und das überzeugte auch die skeptische kleine Hündin davon, dass es hier nicht schlecht zu sein scheint.
Nach wenigen Tagen schien Sookie sich mit dem neuen Leben zu arrangieren. Die neue Umgebung, die Gesellschaft von Menschen und das Getrennt-sein von den Geschwistern schüchternen sie nicht mehr ein und in der Wohnung entwickelte sie sich schnell zum Schmusemonster und Clown. Das Spazieren jagte ihr jedoch noch große Angst ein. Also verabredeten wir uns täglich mit anderen Hunden, an denen Sookie sich gerne orientierte und so wurde auch der Spaziergang schnell zum Highlight des Tages.

Sookie ist nun nicht einmal vier Wochen in Deutschland und hat bereits riesige Fortschritte gemacht. Kaum zu glauben, dass sie sich in den ersten Tagen kaum aus der Box traute. Sie schmust für ihr Leben gern, lässt sich bereitwillig Geschirr und Leine anlegen und folgt mir fröhlich nach draußen. Bekannte begrüßt sie mit unbändiger Lebensfreude und wenn sie draußen mit anderen Hunden spielt, geht mir das Herz auf. Auf der Freilauffläche oder an der Schleppleine fegt sie durch das hohe Gras und reagiert bereits recht zuverlässig auf meinen Rückruf. Lediglich unberechenbare Dinge, wie Tretroller, Fahrräder und Rollstühle sowie Fremde, die auf uns zugehen, machen der Maus noch Angst. Sie bleibt dann stehen oder weicht in einem Bogen aus. Ein kurzes, tägliches Training in der Fußgängerzone soll diese Ängste beseitigen, doch hier muss man dem Tier noch etwas Zeit einräumen.

Bei der bisherigen Entwicklung freue ich mich jedoch einfach nur auf das, was noch kommt. Ich bin sicher, dass Sookie sich zu dem fröhlichen, sportlichen, lustigen Begleiter entwickelt, den ich mir gewünscht habe. Verliebt bin ich jedenfalls schon. Alles andere geht bestimmt schneller als zunächst gedacht.

Susann Close


Marie ca. 3 Jahre aus Barlad

Ankunft 09.04.2016

Ihr Lieben,

hier Maries Adoptions-Geschichte:

Marie im Shelter in Rumänien
Marie im Shelter in Rumänien
Marie in ihrer Familie in Deutschland

Lange Zeit wollten wir, das sind eine alleinerziehende Mami von 2 Teenagern, einen Hund, was aber durch die Lebensumstände bis Dato nicht möglich war.

Das änderte sich dann durch einen merkwürdigen Zufall ..nun ja… die Idee der Fellnase nahm Gestalt an und wir ( echte Hundeanfänger) fingen an, uns zu informieren und viel zu recherchieren. Wir dachten daran einen Hund aus einem deutschen Tierheim zu adoptieren,   schließlich sind diese ja auch voll genug mit tollen Tieren – dies gestaltete sich allerdings schwerer als gedacht. (Ein Kind in eine Problemfamilie zu adoptieren, ist wahrscheinlicher als einen Hund und der richtige Hund war auch nirgends dabei.)
So fingen wir an, im Internet zu suchen und stießen sehr bald auf „Seelen für Seelchen“ und somit auf Marie.

Irgendwie war es Liebe auf den Ersten Blick. Nach den ersten Kontakten zu SfS fingen die Sorgen an. Dürfen wir Marie zu uns holen? Ist dieser Hund, in den wir uns doch so verliebt hatten auch für Menschen ohne große Hundeerfahrung geeignet? Schaffen wir das?
Wir fingen an alles für einen Hund anzuschaffen … Körbchen, Näpfe etc. Die Aufregung stieg von Tag zu Tag und alles drehte sich um Marie.

Wie das Schicksal es wollte stand einer Adoption von Marie eigentlich nichts mehr im Wege und schnell war alles nötige auch erledigt.

Dann kam die Nachricht: Marie wurde positiv auf Borreliose getestet – was tun? Als hundeunerfahrene Familie einen Hund nehmen bei dem man nicht weiß- ist sie krank, bricht die Krankheit aus, welche Symptome gibt es, was wird aus Marie, sollten wir uns im Nachhinein gegen sie entscheiden?

Wir haben lange mit Svenja (1. Vorsitzende bei SfS) telefoniert, die uns kompetent und liebevoll beraten und beruhigt hat und uns jederzeit die Möglichkeit gegeben hat, von einer Adoption zurück zu treten. Eine schlaflose Nacht und viele Telefonate später war uns klar – Marie kommt trotzdem zu uns.

Dann sollte der Tag kommen, an dem Marie in ihr neues Leben starten durfte und wir bekamen ein nach Shelter stinkendes, gestresstes und sehr müdes wunderhübsches Mädchen in das unsere.

Die ersten Tage lag sie lethargisch in ihrem Korb und beobachtete ihre neue Welt und die Menschen um sie herum eher desinteressiert. An Tag 2 war ihr Gestank nicht mehr zu ertragen und wir badeten ihre Vergangenheit und vermutlich den Spot-On aus dem Fell. Danach veränderte Marie sich jedoch von Tag zu Tag.

Anfangs war sie nicht in der Lage den sicheren Teppich zu verlassen, da sie auf dem für sie ungewohnten Parkettboden weg rutschte und Panik bekam. So brachten wir das Fressen zu ihr. Mittlerweile hat sie keine großen Probleme mehr und sie ist so mutig, dass sie sogar die obere Etage entdeckt und erkundet hat. Sie hat auch nun keine angst mehr Treppen zu begehen und kommt uns durch den Keller in den Garten im Eilschritt nach und wieder zurück

Marie ist nach wie vor eine sehr ängstliche bzw vorsichtige Hündin, die aber die Welt in ihrem Tempo erkunden will. Sie wird immer mutiger und fordert ihre Aufmerksamkeit. Sie will beschützt werden, beschützt aber auch selbst gerne. Das Gassi gehen ist sehr schwierig da Marie eben ängstlich ist aber ich bin mir sicher, auch das bekommen wir in den Griff.

In Bereichen, die sie schon erobert hat, wie Garten und Haus ist sie sicher, selbstbewusst und forsch.

Sie liebt es sich zu verstecken und hat einen Heidenspaß daran um das Garten-Gerätehäuschen zu laufen und uns von der anderen Seite zu „erschrecken“. Gibt man zu erkennen, dass man sie gesehen hat, rennt sie wie gestochen in die entgegengesetzte Richtung. Auch Maulwürfe haben in Zukunft schlechte Karten- Marie ist auch eine kleine Schnüffelnase. Sie bereitet uns jeden Tag so große Freude.

Noch arbeiten wir daran ,Maries Vertrauen zu gewinnen, was uns nicht immer gelingt (Tag 5 nach ihrer Ankunft) .

Sicher machen wir aufgrund der fehlenden Profi- Erfahrung noch einige Fehler. Hilfe kann man sich jederzeit bei SfS holen und es gibt immer liebe und gute Ratschläge. Man hat nie das Gefühl, alleine mit seinen Sorgen und Problemen zu sein.

Aber Marie ist so ein toller Hund, dass sie zu merken scheint, dass wir es nicht so meinen und uns immer eine „weitere Chance“ gibt Fehler wieder gut zu machen. Anders herum gilt dies selbstverständlich ebenfalls . Die Kommunikation zwischen uns funktioniert aber immer besser. Marie meldet sich , wenn sie raus muss.

Nachdem wir den halben Winter mit viel Geduld und zureden aus ihr heraus gekämmt haben ist ihr langes Fell seidiger. Der Blick der Nachbarn, wenn plötzlich Wolle statt Pollen durch den Garten fliegt … unbezahlbar.

Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung einen Hund aus dem Tierschutz zu uns zu nehmen. Ja…. dies bedeutet wesentlich mehr arbeit, da diese Tiere i.d.R. weder Leine noch Wohnung kennen. All dies ist für einen Anfänger wie wir es sind mit Sicherheit eine noch größere Herausforderung als für einen Hunde-Erfahrenen – diese ist aber- wenn man weiß auf was man sich einlässt- machbar!!!!!
Aber jeder noch so kleine Schritt wie die Aufforderung den Bauch zu krabbeln oder das erste Schwanzwedeln, wenn man nach Hause kommt ist so ein tolles Erlebnis. Der Blick von Marie wenn man ihr hilft, für sie schwere Situationen zu meistern, ist mehr Wert als alles andere. Jeden Tag nähern wir uns einander an auch wenn es manchmal Rückschläge gibt.

Schon nach einer Woche ist uns dieses sture und liebenswerte rumänische Mädchen so ans Herz gewachsen, dass es unvorstellbar ist jemals ohne sie zu sein.

Hoffentlich findet auch ihr „Euren“ Hund

Eure Familie Dülberg mit Marie (jetzt eingebürgerte Steuerzahlerin)

"Gemeinsam für die Hunde in Rumänien!"

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