Open Shelter-Blog


April 2019

­čÉĽ Happys: Happy End┬á

Der letzte Schritt zum Happy End ist geschafft:
Happy ist am Ostersamstag in sein F├╝r-immer-Zuhause gezogen. Nun kann er sein Leben bei Menschen, die ihn lieben, so richtig genie├čen!

Danke an alle, die ihn dabei unterst├╝tzt haben!


Umz├Ąunung der Quellen

Das Rathaus in T├órgu Ocna hat beschlossen, die Quelle, die auf unserem Gel├Ąnde entspringt, zu kontrollieren und uns aufgetragen, sie zu umz├Ąunen.
Aus diesen Quellen entspringt das Wasser, das unten das Dorf versorgt. Bislang hatten die Hunde freien Zugang zu den Quellen und das ist nicht in Ordnung, weil das Trinkwasser der Dorfbewohner durch die Hunde verunreinigt werden kann. Der Zaun verhindert den freien Zugang der Hunde zur Quelle und damit, dass das Trinkwasser f├╝r die Menschen kontaminiert wird.
Familie Zamfir hat kurzfristig diesen Zaun gebaut.


M├Ąrz 2019

NEWS von ­čÉĽ Happy ÔÇô die 2. Etappe zum Happy End ist geschafft┬á

Happy hat am Wochenende die lange Reise┬á­čÜÉ┬áaus dem Open Shelter T├órgu Ocna gut ├╝berstanden und ist am 31.03.2019 auf seiner Pflegestelle im Norden Deutschlands angekommen.

In wenigen Tagen werden wir in der Lage sein, mehr ├╝ber ihn zu berichten. Dann kann er auch auf seiner Pflegestelle besucht werden. Interessenten, die ihn kennenlernen m├Âchten, k├Ânnen sich gern bei uns melden.

Der kleine Happy ist eine der armen Seelen, die aus der T├Âtung in Breasta kamen und dann ein tristes Dasein im privaten Shelter fristete; dennoch ist er ein fr├Âhlicher und neugieriger Hund.

Mit dem Umzug in unser Open ShelterTargu Ocna wandelte sich zun├Ąchst sein Leben, denn er konnte nun den ganzen Tag drau├čen in Freiheit mit Kumpels umherlaufen und eine Menge Unsinn anstellen.

Doch so ein aufgeschlossener, junger Hund wie Happy, der Menschen wirklich mag, bekam dort im Open Shelter zwar ein paar Streicheleinheiten von unseren Pflegern, aber das reichte bei weitem nicht aus.

So kristallisierte sich Anfang des Jahres (2019) immer mehr heraus, dass das Leben im Open Shelter f├╝r Happy langfristig nicht ideal ist. Er braucht zu sehr die N├Ąhe eines Menschen. Zwar war jeden Tag jemand da, um die Hunde zu versorgen und ein paar Streicheleinheiten zu verteilen, aber Happy reichte das nicht. Er verk├╝mmerte langsam. Zum Gl├╝ck wurde das von unseren Pflegern im Open Shelter, der Familie Zamfir, bemerkt und wir wurden um schnelle Vermittlung gebeten.

Eine liebe Pflegestelle hat ihn gesehen und zeigt ihm nun die sch├Ânen Seiten des Lebens an der Seite von Menschen, die ihn lieben. Wir hoffen, dass sich nun bald ein F├╝r-immer-Zuhause findet, damit Happys Geschichte ihr Happy End bekommt!


Februar 2019 

­čÉĽ Ein stiller Abschied ┬á­čîł

Einigen von euch wird bestimmt aufgefallen sein, dass unser B├Ąr Houch auf den letzten Bildern nicht mehr zu sehen war. Leider m├╝ssen wir mittlerweile davon ausgehen, dass Houch den Winter nicht ├╝berlebt hat. Er hat sich vermutlich zur├╝ckgezogen um seine letzte Reise ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke anzutreten.

Wir sind sehr traurig, dass Houch unser Open Shelter nun nicht mehr bereichern kann und hoffen sehr, dass er nun auf der anderen Seite seine Freiheit genie├čen kann.

Einige werden sich sicher daran erinnern, dass wir f├╝r Houch eine Pflegstelle gesucht haben und uns doch dazu entschieden, ihn im Open Shelter zu lassen. War dies nun die richtige Entscheidung? Wir wissen es nicht.

Houch war von Beginn an sehr gl├╝cklich im Open Shelter. Er hat sein Leben dort in vollen Z├╝gen genossen und der Gedanke ihn in seinem Alter noch einmal in ein Zuhause zu “zwingen” oder in einen Zwinger zu setzen kam uns einfach nicht richtig vor.

Nun bleibt uns nur der Trost, dass er an dem Ort sterben durfte, an dem er das erste mal wahres Gl├╝ck empfunden hat.

Gute Reise, mein Patenb├Ąrchen! ­čÉż


Januar 2019

Hundetrainer und Verhaltensspezialist Gerd Schuster vom Hundezentrum Mittelfranken (http://www.hundezentrum.de/…) hat auf seiner Reise durch Rum├Ąnien einen Abstecher nach T├órgu Ocna gemacht und sich unter anderem auch unser Open Shelter angeschaut. Er konnte Familie Zamfir einige Tipps f├╝r uns mit auf den Weg geben.
Wir sind sehr dankbar f├╝r diese M├Âglichkeit und werden, sobald der Winter seine Koffer packt, bestm├Âglich versuchen, seine Ratschl├Ąge umzusetzen, um unseren Hunden das Leben noch artgerechter zu gestalten!

zum Video auf youtube


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M├Ąrz 2018

Unsere Hunde haben ihren ersten Winter im Open Shelter sehr gut ├╝berstanden, wobei das Wetter zu Anfang auch sehr gn├Ądig war und der Schnee erst jetzt gekommen ist. Es leben mittlerweile 65 Hunde dort in Freiheit und sie werden t├Ąglich von der lieben Familie Zamfir versorgt. Es gibt eine Gruppe Hunde, die jeden Tag auf die Familie wartet, mit ihnen durch das Open Shelter streift, mit ihnen spielt und sich ausgiebig streicheln und kuscheln l├Ąsst. Und diese Gruppe wird stetig gr├Â├čer, denn auch die ver├Ąngstigten und traumatisierten Hunde sehen t├Ąglich, wie sehr sich ihre Kumpels freuen und wie sehr sie die Aufmerksamkeit und Zuneigung genie├čen, das macht sie neugierig. Und so schleichen sie in geb├╝hrendem Abstand mit den anderen durch die Natur und nehmen am t├Ąglichen Kontrollgang teil. Und auf einmal sind sie mittendrin, als w├Ąre es das nat├╝rlichste der Welt. So passierte es gerade mit Aron. Er sa├č jahrelang im Little Souls Home in Barlad und war ein richtiger Angstbei├čer. Niemand hat es geschafft, sich ihm zu n├Ąhern und sein Vertrauen zu gewinnen. Auch seine Mitbewohnerin Emilja-Pauline traute sich nie aus ihrer H├╝tte und jegliche Ann├Ąherungsversuche durch unsere Tiersch├╝tzer vor Ort wehrte sie vehement ab. Nun leben die zwei seit gut 8 Wochen im Open Shelter und sind auch dort zusammen geblieben. Seit ein paar Tagen nun traut sich Aron ins Getummel, ist bei der Runde mit dabei, nimmt Kontakt zu den anderen Hunden auf und es kann nicht mehr lange dauern, dann wird er sich von den lieben Zamfirs anfassen lassen. Und seine Freundin Emija-Pauline beobachtet alles ganz genau, und auch sie kommt von Tag zu Tag ein St├╝ckchen n├Ąher.

Und das sind die Erfolgsgeschichten, die uns antreiben, immer weiter zu machen. Es ist noch so viel Platz dort oben, es k├Ânnen noch ganz viele ver├Ąngstigte und nicht vermittelbare Hunde dort ein artgerechtes Zuhause finden. Wir werden St├╝ck f├╝r St├╝ck, je nach finanziellen M├Âglichkeiten, weiter einz├Ąunen, H├╝tten und Futterstellen bauen und Wasserstellen einrichten. Auch m├╝ssen dringend die Wege befestigt werden, denn als der erste Schnee geschmolzen ist, war es nicht mehr m├Âglich, mit dem Auto nach ganz oben zu fahren, die Wege waren einzige Moraste. Jetzt ist noch einmal der Schnee zur├╝ck gekommen, aber der Fr├╝hling steht ├╝berall in den Startl├Âchern und es kann nicht mehr lange dauern, dann wird die Natur dort oben explodieren. Und unsere Hunde d├╝rfen das in vollen Z├╝gen genie├čen.

Die n├Ąchste Bauma├čnahme ist bereits begonnen und mit dieser soll auch kleineren und ├Ąlteren Hunden, die oben in den Bergen keine Chance h├Ątten, die M├Âglichkeit geschaffen werden, ein besseres Leben in entspannter Atmosph├Ąre genie├čen zu d├╝rfen. Hierf├╝r wird das untere Grundst├╝ck eingez├Ąunt und gro├če Freigehege um die vorhandenen Geb├Ąude gebaut. Sie werden nach wie vor durch einen Zaun begrenzt sein, aber es ist kein Vergleich zu einem 12 qm Betonzwinger in einem v├Âllig ├╝berf├╝llten Shelter. Und wenn es m├Âglich ist, werden sie sich frei auf dem Grundst├╝ck bewegen k├Ânnen. Sobald der Schnee ganz geschmolzen ist, k├Ânnen die Arbeiten voran getrieben werden.

Seht euch auch den aktuellen Reisebericht von Vroni und Vanessa an!

 

Januar 2018

15.01.2018

Ein kurzes Update vom heutigen Tag im Open Shelter in Targu Ocna!
Es gab frisches Stroh und Heu, auf einem Foto sehen Sie unsere “Au├čerhalbleber”, es sind zwei Hunde die ├╝ber den Zaun geklettert sind vor einem Monat. Sie leben nun au├čerhalb des OS; haben dort ihre H├╝tten hinbekommen und bekommen auch ihr Futter dort. Sie bilden zu zweit ein Team. Abwandern tun sie nicht.
Houch, der blonde R├╝de, geh├Ârt nun auch zum Rudel im OS, nachdem er zwei Wochen in seiner H├╝tte verbracht hat weil er mit der Situation nicht umgehen konnte.
F├╝r diese Woche sind sogar 16 Grad angesagt – wo auch immer die herkommen sollen. D.h. der Schnee wird einmal komplett wegschmelzen, was vor allem Mike und Tyson nicht freuen wird – beide lieben den Schnee und benehmen sich wie Welpen.
Die Familie Zamfir berichtet, dass es nur noch der kleinste Teil der Hunde ist die sich immer noch nicht nicht aus dem Wald herunter trauen. Alle anderen kommen, zumindest auf 20 Meter heran, wenn das Auto kommt. So sch├Ân zu sehen!


13.01.2017

Das Wasser im Open Shelter wird durch diese Konstruktionen nie gefrieren!
Wieder mal haben sie sich etwas einfallen lassen was genial einfach ist. Und es funktioniert!


07.01.2017

Open Shelter, n├Ąchste Ma├čnahme geplant: Sie sehen das Land um das Wohnhaus herum, zu der 2 Scheunen geh├Âren. Diese Scheunen m├Âchten wir ausbauen und einrichten, sodass dort die mit anderen Hunden unvertr├Ąglichen, weshalb es im OS zu Bei├čvorf├Ąllen kommen kann, unterkommen k├Ânnen. Sie werden hier tags├╝ber frei herumlaufen k├Ânnen, das tun sie friedlich im Open Shelter ja auch. In den Abendstunden kommt es durch Ressourcenstreit zu diesen t├Âdlichen Unf├Ąllen, und das m├Âchten wir verhindern, indem problematische Hunde oder einfach Hunde, die alt sind und unvermittelbar, hier gesch├╝tzt vor sich selbst und die alten gesch├╝tzt vor den Witterungsbedingungen ein w├╝rdiges Leben f├╝hren k├Ânnen.
Das, zusammen mit dem Umz├Ąunen der n├Ąchsten 4,5 Hektar von unseren bereitsgekauften 7,5 Hektar, wird uns 2018 begleiten.
Wer baulich begabt ist und dort anpacken m├Âchte l├Ąsst uns bitte eine Nachricht zukommen!


Dezember 2017

11.12.2017

Unseren 43 Hunden im Open Shelter geht es gut! Sie sind recht bewegungsarm unterwegs um biologisch nat├╝rlich ihre Ressourcen zu schonen und bekommen mehr Futter als sie ben├Âtigen.┬á Wie haben in dieser Woche Futterkosten von 84ÔéČ und freuen und ├╝ber jede Unterst├╝tzung!


November 2017

20.11.2017

Endlich ist es so weit! Die letzten Meter des┬á2. Teils┬ádes┬áOpen┬áShelters mit 2,3 Hektar sind umz├Ąunt! Bald k├Ânnen neue Sch├╝tzlinge umziehen.

13.11.2017

In┬áT├órgu Ocna h├Ąlt sich das Wetter recht stabil. Es wurden 4 Futterkreisel aufgestellt und bef├╝llt. Jeder Hund hat dort nun eine H├╝tte und einen Platz zum Fressen.
Auch das Futter f├╝r die kommende Woche wurde besorgt. Trotzdem ist es noch ein langer Weg zum Ziel!


Update 31.10.2017:

Tja, ist er nun ein Ungl├╝cksrabe oder ein Gl├╝ckskind? Auf alle F├Ąlle hatte er Gl├╝ck im Ungl├╝ck, so viel ist klar:

Unser Justin wollte mal schauen, was hinter dem hohen Zaun so los ist und ist, trotz seines fortgeschrittenen Alters, wirklich ├╝ber den Zaun geklettert. Leider weiden um das Open Shelter herum Schafherden, die von Herdenschutzhunden bewacht werden. Die waren von Justins Besuch nicht erfreut und haben ihm das auch zu verstehen gegeben. Aber das ist sofort von unseren lieben Tiersch├╝tzern vor Ort bemerkt worden, und sie brachten den armen Kerl gleich zum Tierarzt. Seine Wunde ist zwar tief, aber nicht lebensbedrohlich und konnte gut vern├Ąht werden. Und nun darf der Ausbrecherk├Ânig bei der lieben Familie Zamfir leben, denn sie wollen nicht nochmal ein Risiko eingehen und behalten ihn bei sich. Das ist wirklich nicht selbstverst├Ąndlich und wir sind sehr gl├╝cklich, dass wir in den Vorbesitzern unseres Open Shelters so liebe und engagierte Tiersch├╝tzer gefunden haben, die unser Projekt so wunderbar betreuen, aufbauen und leiten.


Update 31.10.2017:

Nun sind auch die H├╝tten f├╝r die Hunde fertig gestellt und auf dem Gel├Ąnde verteilt. Boston scheint schon mal eine Besichtigung vorzunehmen :-).┬á Unsere M├Ąnner vor Ort machen sich wirklich viele Gedanken und geben sich sehr viel M├╝he, damit es unsere Hunde so sch├Ân wie m├Âglich haben. Als n├Ąchstes werden die H├╝tten noch ganz gem├╝tlich mit Stroh ausgelegt und dann kann der Winter kommen!


Oktober 2017

Der erste Reisebericht von Svenja Strohmeier aus unserem Open Shelter:

Open Shelter – ein Erfahrungsbericht

In Targu Ocna hat unser Verein Seelen f├╝r Seelchen e.V. jetzt sein erstes Open Shelter gebaut. Die Idee ist es, unvermittelbare Hunde die ├Ąngstlich, traumatisiert oder einfach ohne den Menschen gro├č geworden sind in relativer Freiheit (1 – 4 Hektar Fl├Ąche pro Territorium) in Rudeln, welche sich selbst w├Ąhlen, kastriert ihr Leben verbringen zu lassen.
Auch vermittelbare Hunde sind im Open Shelter zu finden, eine Erkl├Ąrung folgt weiter unten. Alle Hunde werden weiterhin bei Interesse ├╝ber den Verein Seelen f├╝r Seelchen e.V. vermittelt, die sehr ├Ąngstlichen jedoch werden nicht zu einem Import nach Deutschland gezwungen.

Die Idee dahinter: Es ist nicht die L├Âsung des Stra├čenhundeproblems in Rum├Ąnien, alle Hunde nach Deutschland zu verschiffen. Die L├Âsung sind Massenkastrationen wie Seelen f├╝r Seelchen e.V. sie seit bald einem Jahr monatlich durchf├╝hrt, 500 -800 pro Monat in verschiedensten St├Ądten Rum├Ąniens. Die Kosten hierf├╝r stammen aus Schutzgeb├╝hren der adoptierten Hunde in Deutschland, und eine L├Âsung f├╝r die Hunde, welche bereits in Sheltern sitzen. Wir unterst├╝tzen Adoptionen vor Ort mit Auflagen, aus unseren Sheltern werden vor Ort jede Woche 1 – 5 Hunde adoptiert pro Shelter, Tendenz steigend. Mit abnehmender Zahl der Stra├čenhunde in einer Stadt w├Ąchst auch das Interesse der Bev├Âlkerung, einen Hund zu adoptieren. Kettenhaltung wird dabei ausgeschlossen und Familienanschluss vorausgesetzt. Geeignete sozialisierte Hunde werden aus den Sheltern nach Deutschland vermittelt, momentan etwa 90 pro Monat. Aber die Hunde, die ├Ąngstlich sind und sich eventuell nur schwer an ein Leben in Deutschland gew├Âhnen k├Ânnen, die Deprivationsst├Ârungen haben und denen man keinen Gefallen tut mit einer Vermittlung nach Deutschland – wohin mit ihnen?
Unsere Antwort ist das Open Shelter. Das Land 7,5 Hektar an einem Berg ist gekauft, sodass uns niemand dort wieder “herausschmei├čen” kann. Der Berg besitzt eine Quelle, in jedem Territorium wird es einen Zugang zu dieser geben. Das Land hat insgesamt 20 Hektar, den Rest werden wir kommenden Jahr kaufen. Die jetzigen 7,5 Hektar werden unterteilt in 3 Bereiche mit 1 Hektar, 2,3 Hektar und 4,2 Hektar. Die Besatzdichte ist 30-35 Hunde pro Hektar. Hier k├Ânnen sie sich frei bewegen, sind trotzdem unter Aufsicht, unser Tierarzt kommt einmal im Monat vorbei und schaut die Hunde an, er kann distanznarkotisieren falls notwendig und behandelt sie. Wenn akut etwas passiert f├Ąhrt unser Arbeiter die Hunde zum Tierarzt im Ort.
Sie haben verschiedene Futterstellen, H├╝tten werden gerade gebaut (siehe Spendenaufruf unten) und sie k├Ânnen ihr Leben in Freiheit verbringen. Menschenanschluss k├Ânnen sie w├Ąhlen.
Unsere Arbeiter dort lieben allesamt Hunde, auf den Fotos ist das nur unschwer zu erkennen. Sie kennen die Hunde gut, und k├Ânnen zu jedem etwas erz├Ąhlen.

Ich war nun zwei Tage lang dort, habe beobachtet, Fotos geschossen und mir ein Bild gemacht.
Jedes Shelter ist angef├╝llt vom gestressten Bellen der Hunde darin – nicht so das Open Shelter. Wenn man etwas dar├╝ber steht h├Ârt man als einzigen Harry, die Alarmanlage, den anderen Hunden Bescheid sagen. Sogleich erheben sich die ├Ąngstlichen Hunde und verschwinden in ihrem Rudel in das Waldst├╝ck, wo sie abwarten dass Futter und Trinken aufgef├╝llt wird. Wenn die Menschen danach wieder gehen kommen sie wieder herunter und fressen und trinken. Bei jedem Besuch war das Wasser und das Futter morgens nicht alle, das hei├čt sie haben gen├╝gend.
Die Hunde beginnen also erst zu bellen wenn man mit dem Pick-Up vor dem Tor steht – denn das Open Shelter ist nicht einfach zu erreichen. Wir wollten ausschlie├čen dass die Menschen ihre Hunde dazusetzen, unkastrierte am Besten, und es au├čer Kontrolle ger├Ąt. In den Zeiten wo es regnet oder schneit ist das Open Shelter entweder mit einem Allrad-Auto zu erreichen oder zu Fu├č. Mein SUV hat es nicht mal ├╝ber den ersten H├╝gel geschafft! Das bedeutet auch: Keine unliebsamen Besucher.
Das Veterin├Ąramt und wir machen vor Ort gerade einen Plan, wie das Shelter anerkannt werden kann. Momentan gilt es als Privathunde auf Privatbesitz. Die momentanen 38 Einwohner des ersten Hektars sind gerettete Hunde aus der T├Âtung Breasta, die von ihren “Retterinnen” im Stich gelassen wurden und die wir dann ├╝bernommen haben, bevor der Shelterbesitzer sie wieder in die T├Âtung bringen w├╝rde, weil sie nicht bezahlt wurden. Also: Privathunde auf Privatbesitz. Wie sich das ├Ąndern wird wird die Zeit zeigen m├╝ssen.

Der Morgen beginnt also mit F├╝ttern, Wasser verteilen und Stroh verteilen. Die Hunde werden ├╝berpr├╝ft, wenn alles in Ordnung ist verlassen die Arbeiter den Innenbereich nach etwa einer Stunde, um mit den Bauma├čnahmen voranzukommen. Momentan werden auf Hochtouren H├╝tten gebaut, und auch der n├Ąchste Teil Zaun muss dringend fertig gestellt werden – es warten noch etwa 50 Hunde in dem anderen Shelter auf ihre Freiheit.
Wir haben uns im Voraus gro├če Sorgen gemacht dar├╝ber, wie die Hunde sich in Rudeln zusammen finden werden. Uns war klar, dass es Unstimmigkeiten geben w├╝rde. Es gibt in dem Shelter selbst 4 – 5 kleinere Rudel, und wir verschweigen Ihnen nicht, dass es innerhalb der ersten zwei Wochen durch diese Rudelfindungen und Ressourcenstreit zwei tote Hunde gegeben hat. Seitdem verbringen unsere Arbeiter die Abendd├Ąmmerung auch im Shelter – das ist die Zeit, wo diese Streits ausbrechen. Wenn die Menschen dort sind, geschieht es nicht. Seitdem ist alles ruhig, und wir hoffen, dass die Hunde nur ein wenig Zeit brauchen, um sich einzuleben, und die Aufsicht dann nicht mehr n├Âtig ist. Diese Hunde wurden von der Stra├če brutal eingefangen und haben dann erst in der T├Âtung Breasta und dann 2 Jahre in einem Zwinger gesessen – ich habe den Eindruck, dass viele gar nicht mehr wissen, wie man ein Hund ist. Das kommt momentan alles St├╝ck f├╝r St├╝ck wieder.

Was machen die Hunde den ganzen Tag im Open Shelter?
Es gibt verschiedene Rituale, die sich jeden Tag wiederholen. Das ist morgens das Fressen, Glieder strecken, sich l├Âsen, herumwandern, soziale T├Ątigkeiten mit den anderen Hunden wie spielen, Kontaktliegen in der Sonne etc. Der Stra├čenhund an sich lastet sich vor allem durch Beobachten und Schauen aus, und auch das tun die Hunde dort. Targu Ocna ist eine Berglandschaft, 700 Meter ├╝ber dem Meeresspiegel. Dort oben gibt es B├Ąren, W├Âlfe, F├╝chse (einen durfte ich auch beobachten) au├čerhalb des Shelters. Die Hunde haben auch eine Menge Spa├č daran, M├Ąuse zu fangen und zu verspeisen – so viel zu den Vitaminen!

Den Nachmittag liegen eigentlich alle Hunde, auch die Sch├╝chternen, unten auf den freien Ebenen in der Sonne und lassen es sich gut gehen. Gras unter den F├╝├čen, das eigene Rudel um sich – so haben wir es uns f├╝r sie gew├╝nscht.

Im Winter gibt es hier zwei Monate Schnee, das wird unsere Herausforderung sein. Momentan bauen wir H├╝tten, die erh├Âht stehen werden, damit kein Schnee hineinkommt. Auch hat uns Gabriele Kuhl Plastikh├╝tten zugesichert, welche perfekt sind f├╝r die Witterung dort oben. In unseren anderen Sheltern haben sie sich bew├Ąhrt. Die Hunde bekommen t├Ąglich frisches Stroh in die H├╝tten zum einmummeln, und jeder Hund bekommt eine H├╝tte, egal ob er mit einem anderen Hund in einer H├╝tte schlafen m├Âchte oder nicht.

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Oktober 2017

Nun ist es endlich so weit, der erste Teil im Open Shelter ist bezugsfertig! Der Zaun vom ersten Teilst├╝ck ist fertig und die ersten 3,5 ha warten auf ihre neuen Bewohner! Endlich wieder frei laufen, rennen und toben k├Ânnen! Kein L├Ąrm, kein Gestank, kein Betonfu├čboden, keine Gitterst├Ąbe, keine Angst, nur Freiheit und Natur!

Nat├╝rlich ist es noch nicht alles fertig, und auch die H├╝tten werden erst im Anschluss gebaut werden k├Ânnen, aber im Moment ist das Wetter dort noch sehr freundlich und die Hunde werden genug kuschelige Pl├Ątze im Wald finden. Das erste Futter ist auch bestellt und geliefert, das Traum ÔÇ×Open-ShelterÔÇť kann endlich Wirklichkeit werden!

40 gesunde Hunde, die vorher einen Bluttest absolviert haben sind nun in ihrem neuen Zuhause.

Bei all der Freude und Spannung gibt es nat├╝rlich einen Wehrmutstropfen: wir m├╝ssen sowohl die Tests als auch den Transport bezahlen. Bitte helfen Sie uns, die armen Seelen endlich aus dem zu engen Shelter heraus zu holen und sie ins Paradies zu bringen. Jeder Euro z├Ąhlt, wirklich! Herzlichen Dank im Namen aller Hunde!

 

 

 

 

"Gemeinsam f├╝r die Hunde in Rum├Ąnien!"

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