Cookie B
43 cm – hat ganz viel vor
[74343 Sachsenheim]

Cookie kam im Dezember in Deutschland an und zeigt sich von Anfang an von seiner besten Seite. Er ist ein liebevoller und freundlicher Rüde, der das Zusammenleben mit Menschen sehr genießt. Fremden gegenüber ist er zunächst sehr unsicher. Sobald diese jedoch sein Vertrauen gewonnen haben bindet er sich an seine Menschen. Er kann aber natürlich gern auf seiner Pflegestelle besucht werden.

Er ist circa 3 Jahre alt und wird entwurmt, entfloht, geimpft, gechippt, kastriert und mit europäischem Pass gegen eine verringerte Schutzgebühr von 240 EUR mit Schutzvertrag über den Verein „Seelen für Seelchen e.V.“ vermittelt. Des Weiteren wurde vor der Ausreise ein Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten durchgeführt, der negativ war.

Cookie hat ein Handicap: Weil er sein rechtes Hinterbein nicht benutzte, wurde dieses nun amputiert. Er hat die OP gut überstanden und genießt das neue Leben ohne. Linksseitig zeigt er eine beginnende Arthrose. Deshalb wünschen wir uns für ihn ein ebenerdiges Zuhause.


Nachfolgend sein alter Text aus Rumänien:

Hope.. vor nicht allzu langer Zeit gab es hier im Shelter eine Hündin mit diesem Namen. Ihr sehe ich wohl ähnlich und auch ich möchte Hoffnung haben und so wie Hope das Shelter schnell wieder verlassen. Ich habe mir dieses Schicksal nicht ausgesucht. Von jetzt auf gleich schnappte man mich auf der Straße und brachte mich an diesen Ort. Hier ist es laut und ungemütlich und nicht besonders einladend. Klar, auf der Straße war es auch nicht immer leicht und hier habe ich meine gesicherte Futterquelle, aber ich habe sie mit meiner Freiheit bezahlt. Eigene Wege gehen, Artgenossen, Menschen und Konflikten aus dem Weg gehen und eigene Entscheidungen treffen. All dies kann ich nun nicht mehr, denn nun lebe ich mit vielen anderen im Zwinger und das muss ich erst einmal verdauen.

Ich bin ein freundlicher, vielleicht ca. 2 Jahre junger Hundejunge, ca. 40-45cm groß und zeige bislang keine große Scheu vor den Menschen und bin verträglich mit meinen Artgenossen. Wahrscheinlich war es gut, dass man mich eingefangen und hier her gebracht hat, denn ich bin ziemlich dünn und es ist noch immer Winter in Rumänien. Da kann es schnell mal passieren, dass jemand wie ich am nächsten Morgen nicht wieder aufwacht. Auch wenn ich wohl freiwillig nicht hier hergekommen wäre, so kann man mich doch nun hier aufpäppeln und schauen, dass ich wieder ein wenig mehr auf die Rippen bekomme. Denn kalt und nass ist es hier auch, obwohl ich eine Hundehütte mit frischem Stroh benutzen kann und mir keine geschützten Verstecke mehr suchen muss.
Nachts, wenn fast alles still und friedlich ist, geistern hier Geschichten durch die Luft, von Menschen, die sich für uns einsetzen und versuchen, uns allen ein schönes Zuhause zu finden. Ich weiß gar nicht, was das ist, ein Zuhause. Zusammenleben mit dem Menschen? Kann denn sowas wirklich sein? Ich mag die Zuwendung durch liebevolle Menschen und würde mich mit der nötigen Geduld sicher gut in euer Leben einfügen, auch wenn ich nicht weiß, wie dieses Leben aussehen mag. Ich weiß nur eines ganz bestimmt: Hier bleiben möchte ich nicht! Bitte, liebe Menschen, habt ein Herz und lasst mich nicht länger hier als unbedingt nötig! Ich möchte meinen Bewegungsdrang wieder ausleben, die Ruhe und die Natur genießen, Frieden, Freiheit und Sicherheit finden. Helft ihr mir dabei?