Anreise und Tag 1
Wir sind gestern gut in Rumänien angekommen – auch wenn unsere Anreise ein kleines Abenteuer war.
Ungefähr 10 km vor dem Ziel hatten wir mit unserem Mietwagen einen Platten. Im Dunkeln , am Strassenrand und mit unseren Handylampen bewaffnet, durften wir einen nächtlichen Reifenwechsel vornehmen – was uns zwar etwas Zeit kostete, aber zum Glück gut verlief.
Am nächsten Morgen fuhren wir dann ins Shelter Help Azorel. Da es am Tag zuvor geregnet hatte , war die Zufahrt sehr matschig und es kostete uns auch da ein wenig Geduld, da wir beinahe im Schlamm stecken geblieben sind . Kaum ausgestiegen, wurden wir gleich herzlich und lautstark von allen Hunden begrüßt. Ein schöner und – wie jedes Jahr – emotionaler Empfang . Auch von Lucia und Georgel wurden wir herzlich willkommen geheissen .
Danach legten wir gleich los: Wir begannen mit dem Fotografieren und Filmen der Hunde aus den ersten 46 Zwingern.
Es war ein intensiver, anstrengender und emotionaler Start . Wir freuen uns auf die kommenden Tage und darauf, noch vielen weiteren Hunden ein Gesicht und eine Stimme geben zu können . Nun wird das gesammelte Material sortiert und wir lassen die vielen Eindrücke des Tages in Ruhe auf uns wirken.
Wir melden uns morgen wieder mit neuen Abenteuern aus dem Shelter Help Azorel.
Tag 2
Frisch und erholt sind wir heute in einen sonnigen Morgen gestartet Unser Auto hatte am Abend zuvor seinen neuen Reifen bekommen und auch der Weg zum Shelter war schlammfrei, sodass wir wieder gut bis direkt vor das Tor fahren konnten.
Auf dem Weg ins Shelter fielen uns wieder die vielen Straßenhunde auf, die hier überall unterwegs sind. Umso schöner war es, am Shelter von freudigem Gebell, wedelnden Schwänzen und echten Freudentänzen begrüßt zu werden .
Heute standen die Kennels im neuen Teil auf dem Plan. Dort haben wir einige neue Fellnasen kennengelernt . Wir holten also unsere Kameras hervor und knipsten los. Manche sprangen sofort wie kleine Models vor die Linse , andere waren so aufgeregt, dass sie kaum stillhalten konnten, und die Schüchternen warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Natürlich gab’s für alle eine Extraportion Leckerli und auch die Streicheleinheiten kamen nicht zu kurz. Sehr viele dieser Hunde sind unglaublich verschmust und zutraulich, sodass man sich kaum von ihnen trennen kann
Bis zum Mittag war die Hälfte geschafft Nach einer kleinen Pause ging’s weiter, bis wir unser Tagesziel erreicht hatten
Jeder einzelne Hund im Help Azorel ist ein echtes Herzstück – voller Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und einem Leben jenseits der Gitterstäbe.
Zum Abschluss des Tages haben wir mit Lucia und Georgel beim Italiener gegessen und den Abend ausklingen lassen .
Morgen geht’s in den letzten Tag – wir halten euch auf dem Laufenden!
Tag 3
Leider ist der heutige Tag der letzte unserer Reise, den wir im Shelter verbringen können. Der morgige Tag gehört alleine der Rückreise . Wie jedes Jahr, vergeht die Zeit einfach viel zu schnell . Deshalb sind wir früh gestartet um den Tag nochmals richtig auszunutzen .
Das Wetter war schon morgens perfekt, sonnig und angenehm warm. Nachdem wir uns wie jeden Morgen mit Snacks eingedeckt hatten, ging’s also los.
Natürlich wurden wir schon erwartet, einige der Hunde lagen schon vorne am Tor um unsere Ankunft ja nicht zu verpassen. Nach einer freudigen Welle der Begrüßung ging’s an die Arbeit.
Am Abend zuvor haben wir unsere to-do-Listenochmals genauestens gecheckt um heute ja nichts zu vergessen. Heute wollten wir uns nochmals den ganz besonderen Seelchen widmen. Die Hunde, die sich nicht in die erste Reihe drängen. Die, die die Tage zuvor nicht aus ihrer Hütte kamen oder sich im letzten Eckchen verkrochen haben. Mit Käse und Würstchen bewaffnet ging’s also los.
Wir nahmen uns viel Zeit setzen uns einfach in die Zwinger. Meistens war es dann ganz still und die Neugier hat bei vielen gesiegt. Ein vorsichtiges Schnüffeln, ein zaghaftes hervorkriechen aus der sicheren Hütte oder bei manchen auch einfach nur einen herzerweichender Blick – diese Momente sind sehr berührend. Es hat uns gezeigt, dass man mit Geduld und dem richtigen Wurstequipment aus einigen scheuen Fellnasen viel hervor holen kann. Aber natürlich gibt es auch die, die sich trotz aller Bemühungen nicht zeigen möchten.
Bis zur Mittagspausehatten wir alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Danach blieb uns Zeit um nochmals die Hunde zu besuchen, die uns besonders berührt hatten. Jeder für sich setzte sich in seine Herzenszwinger und wurde mit so unvorstellbarer Liebe und Freude der Hunde überschüttet – ein Wunderbalsam für die Seele.
Dann war es leider auch schon Zeit, Abschied zu nehmen. Abschied von rund 170 wundervollen Hunden, die sich nichts sehnlicher wünschen, als gesehen zu werden und von zwei großartigen Menschen – Lucia und Georgel, die alles geben für ihre Schützlinge. Täglich, das ganze Jahr und bei jedem Wetter. Der größte Respekt gebührt diesen zwei Menschen.
Tag der Abreise
Früh ging es wieder zurück nach Bukarest, im Gepäck viele Emotionen. Die Zeit im Shelter war mega anstrengend, aber dennoch viel zu kurz.
So erreichten wir gegen Mittag den Airport und verabschiedeten uns in Richtung Heimat.
Flüge und Anschlusszugverbindung hatten Verspätung, sodass wir spät abends wieder zu Hause ankamen, wo wir von unseren Familien sowie eigenen Hunden bereits sehnlichst erwartet wurde.
Danke, an euch alle, die dieses wundervolle Projekt unterstützen!
Wir kommen definitiv wieder und freuen uns, euch dann wieder berichten zu dürfen.
Angela, Janine und Nadine
Herzenshunde der Reise
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