Max L
+++Verstorben+++

Max ❤️  April 2026  

Mit großer Traurigkeit nehmen wir Abschied von unserem lieben Max. 💔

Max war bereits 12 Jahre alt und aus unserem Shelter kaum noch wegzudenken. Als wir ihn kennenlernten, lebte der kleine Dackelmix an der Kette. Er begegnete jedem, der sich ihm näherte, mit Misstrauen und zeigte deutlich, dass er lieber auf Abstand bleiben wollte. Eigentlich gab es nur einen Pfleger, dem er wirklich vertraute. ❤️

Umso schöner war es, seine Entwicklung über die Jahre mitzuerleben. Aus dem grummeligen Einzelgänger wurde nach und nach ein sanfter alter Herr. Max begann, die Gesellschaft seiner Artgenossen zu genießen, und wagte auch uns Menschen gegenüber immer wieder kleine Schritte des Vertrauens. Jeder Blick, jede Annäherung und jede noch so kleine Veränderung war für uns ein Geschenk. ✨

Dass seine Zeit nun gekommen ist, erfüllt uns mit tiefer Trauer. Gleichzeitig sind wir dankbar, dass wir diesen Weg mit ihm gehen durften und erleben konnten, wie viel in ihm steckte.

Wir wissen, dass es Menschen gab, die Max über all die Jahre aus der Ferne begleitet haben – Menschen, die an ihn gedacht, mit ihm gehofft und seine Geschichte verfolgt haben. Ihnen wünschen wir von Herzen Trost in dem Gedanken, dass Max nun an einem Ort ist, an dem er glücklich sein kann. 🌈🕊️

Lieber Max, du hast so viele Herzen berührt. Nun lauf frei, ohne Sorgen, ohne Schmerzen und ohne Angst über die grünen Wiesen hinter der Regenbogenbrücke. 🌿☀️ Du wirst immer Teil unserer Shelterfamilie bleiben und niemals vergessen werden.


Steckbrief
Alter: ca. 2014 geboren
Geschlecht: männlich
Kastriert: ja
Charakter: unsicher bei Fremden, bei Bezugspersonen sehr freundlich und anhänglich
Größe: ca. 30 cm
Im Shelter seit: Januar 2019
Besonderheit: aufgrund seines hohen Alters suchen wir dringend ein Zuhause (Notfell)

Nun ist es an der Zeit, dass ich mal aus meiner Sicht erzähle, warum ich so bin, wie ich bin.

Wer die Hunde hier im Shelter ein wenig verfolgt, weiß, ich bin schon länger hier.
Und das, obwohl ich ja eigentlich eine ganz angenehme Größe habe. Ich passe in jedes Körbchen. Man sollte also meinen, so ein charmantes Kerlchen wie ich, findet schnell ein Zuhause. Aber ich bin nicht der Hund, der an jedermann vermittelt werden kann.

Man hat mich hier vorgestellt als äußerst schwierigen Hund. Das möchte ich auch nicht beschönigen. Es ist, wie es ist.
Ja, wenn sich mir ein fremder Mensch nähert und auf mein Drohen nicht reagiert, würde ich ihn beißen. Das kann ich nicht gut reden.
Aber warum mache ich das?

Ich habe Erfahrungen mit euch Menschen machen müssen, die nicht gut waren. Man misshandelte mich ständig. Das erlebte ich nicht etwa auf der Straße, nein – in meiner Familie. Kann man das Familie nennen, die einen treten und schlagen? Wahrscheinlich nicht. Dann bin ich lieber alleine. Irgendwann reichte es mir aber und ich wehrte mich. Ich biss meine Besitzer. Aber dadurch wurden sie noch wütender auf mich und schleppten mich weg, weil sie mich einschläfern lassen wollten.

Doch zum Glück gibt es noch die andere Sorte Mensch unter euch. Diejenigen die nicht verstehen, warum man einen Hund so behandelt, … die nicht mit ansehen wollen, dass ein Hund getötet wird, weil Menschen Fehler gemacht haben. Solche Menschen brachten mich hierher.

Ich lebte hier viele Jahre an der Kette und ich hatte meinen Bereich, den ich zu bewachen hatte, vor Fremden und auch anderen Hunden. In dieser Aufgabe ging ich auf, denn niemand soll sich mir nähern, es ist gut, wenn alle Angst vor mir haben. Nur so kann ich mich davor schützen, wieder Schmerz zu erleiden. Ich kann es nicht schon vom weitem sehen, ob ihr gute Menschen seid, oder ob ich mich vor euch in Acht nehmen muss. Daher halte ich mir euch lieber vom Hals.
Es gibt hier Pfleger, die mag ich und da tut es auch mal gut, wenn die mich streicheln oder auch mal ausgelassen mit mir Toben. Aber diese Momente sind selten… Leider.

Auch ich durfte vor einigen Monaten umziehen in einen Zwinger. Ganz alleine für mich. Welch Luxus… Man traut mir nicht so ganz und darum soll ich lieber alleine bleiben.
Dabei wäre Gesellschaft sicher was Schönes manchmal.
Aber soweit bin ich wohl noch nicht.

Um so ein Hund zu werden, brauche ich einen Menschen an meiner Seite, der genug Erfahrung, Zeit und vor allem auch LIEBE mitbringt, um mir ganz langsam zu zeigen, dass das Leben mit einem Menschen nicht nur aus Hass besteht.

Menschen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Vielleicht gibt es ja da draußen auch Menschen, die diesen Fehler wieder gut machen möchten und mich retten aus dieser scheinbar hoffnungslosen Situation?
Habe ich es nicht auch verdient, irgendwann glücklich zu sein?


Interesse geweckt?

Wenn Sie Interesse an Max haben, schreiben Sie uns doch bitte eine E-Mail an info@seelen-fuer-seelchen.de oder eine Nachricht über Facebook. Max ist ausreisefertig und kann mit dem nächsten Transport nach Deutschland reisen. Unsere Hunde reisen legal mit Traces. Als Traces bezeichnet man das Datenbanksystem, mit dem der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU überwacht wird. Die Hunde reisen geimpft, gechipt, kastriert und entwurmt aus und besitzen einen EU-Pass. Des Weiteren wird vor der Ausreise ein Schnelltest auf Mittelmeerkrankheiten durchgeführt: Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Leishmaniose und Dirofilariose.

Die Patenschaft für Max L. hat Katja L. übernommen und sorgt so für ein gefülltes Näpfchen.


Vielen Dank im Namen der Hunde!