Zuma Z
45 cm – der Überforderte
[84384 Wittibreut]

Aufgepasst ihr Lieben, jetzt komme ich!

Ich heiße Zuma, bin gerade einmal 1 Jahr alt und hatte wirklich keinen schönen Start ins Leben – meine vielen Narben auf der linken Seite sprechen da leider für sich. Ursprünglich wurde ich in Rumänien in einem Müllsack gefunden, einfach weggeworfen. Doch ich kämpfte mich zurück ins Leben und mein Traum nach einem Neustart in Deutschland wurde im vergangenen Oktober endlich wahr. Doch hier haben sich die Dinge leider anders entwickelt als ich mir das vorgestellt hatte, denn nun bin ich erneut auf der Suche nach meiner Familie fürs Leben. Aktuell lebe ich in Wittingen (84384 Bayern) und hoffe, dass ich doch noch jemanden finden werde, der mit mir an meinen Problemen arbeiten möchte und mir all seine Liebe schenkt.

Denn auch, wenn ich ein wirklich hübsches Kerlchen bin, ganz so einfach wird es mit mir sicher nicht. Ich trage leider mein Päckchen und es braucht bestimmt einige Zeit, bis ich auftaue und Nähe und Zuneigung zulassen kann. Ich bin im Umgang mit euch Zweibeinern noch immer sehr unsicher und ängstlich. Obwohl ich Kinder sehr gerne mag, machen sie mir große Angst, da ich Ihr Verhalten und die Bewegungen gar nicht einschätzen kann. Wenn ich mich zu sehr bedrängt fühle, dann zeige ich meine Zähne und setze sie auch ein. Dabei will ich das doch gar nicht, aber ich weiß mir einfach nicht anders zu helfen, wenn meine Menschen mich nicht ausreichend beschützen.

Mit meinen Artgenossen komme ich in der Regel gut zurecht, aber auch hier brauche ich meine Zeit. Mit meinem Hundekumpel in meiner derzeitigen Familie verstehe ich mich gut aber für ein gemeinsames Spiel kann ich mich noch nicht begeistern, dafür bin ich noch zu unsicher. Ein Futterneid ist bei mir erkennbar, einen Jagdinstinkt scheine ich aber nicht zu haben.

Obwohl ich schon einige Zeit in Deutschland lebe, habe ich es leider noch nicht geschafft stubenrein zu werden. Das ist mir wahnsinnig unangenehm aber Spaziergänge sind für mich unglaublich anstrengend aufgrund meiner Unsicherheit und da traue ich mich nicht, meine Geschäfte zu erledigen. Da wünsche ich mir dringend eure Hilfe, dass ihr mich an mein zartes Pfötchen nehmt und ich diese Lektion endlich lernen kann. Alleine bleibe ich hier in Gesellschaft meines Hundekumpels problemlos, meine Leinenführigkeit ist wirklich gut und ein paar wenige Grundkommandos kann ich auch schon. Außerdem bin ich super abrufbar bei Spaziergängen. Auch das Autofahren ist für mich kein Problem, allerdings sind das Ein- und Aussteigen nicht ganz so meins. Da gibt es sicherlich noch Optimierungsbedarf.

Da ich mir nichts sehnlicher als eine Familie-für-immer wünsche, ist es mir wichtig, dass ihr auf meine besonderen Bedürfnisse eingeht, mir genügend Raum lasst und viel Durchhaltevermögen und Geduld zeigt. Ausreichend Hundeerfahrung sollte unbedingt vorhanden sein und auch der Einsatz eines Hundetrainers ist sicherlich sinnvoll. Bislang konnte man mich nur schwer korrigieren bzw. Grenzen aufzeigen, da ich dann häufig nach vorne gegangen bin und meine Zähne eingesetzt habe aber ich bin mir sicher, dass ich beim richtigen Umgang und einer klaren Erziehung ein absolut toller Hund sein kann. Außerdem wünsche ich mir eine ruhige und entspannte Umgebung, damit ich endlich zur Ruhe kommen kann. Das bedeutet auch, dass keine Kinder in meinem neuen Umfeld leben sollten und im Idealfall auch kein weiterer Artgenosse, so dass meine Familie sich ganz und gar mir widmen kann.

Bitte helft mir bei meinen Problemen, ich bin im Herzen ein ganz lieber und wünsche mir so sehr, dass mich die richtigen Menschen entdecken. Vielleicht seid ihr das ja schon, dann meldet euch bitte dringend bei mir!!

Zuma ist ca. 1 Jahr alt, 45 cm groß und wiegt 15 kg. Er wird kastriert, gechippt, geimpft und mit europäischem Pass gegen eine Schutzgebühr von 370€ mit Schutzvertrag über den Verein „Seelen für Seelchen e.V.“ vermittelt.


Nachfolgend sein alter Text aus Rumänien:

Hej, ich bin Keno und ich werde euch mal meine Geschichte erzählen.
Ich muss euch allerdings warnen, denn sie ist nicht besonders schön, aber vielleicht gibt es ja noch ein Happy End!
Ich kam Anfang Juli mit meinen 4 Geschwistern ins Shelter…. wenn man das so nennen darf, denn ich wurde wohl eher abgeliefert und das in einem schwarzen Müllsack. Wie ein Haufen Müll einfach entsorgt. Ihr könnt euch vorstellen, dass das eh schon nicht angenehm war, aber die Hitze hat uns dann den Rest gegeben. Wir hatten große Angst und wussten nicht, was mit uns passieren sollte. Wir haben uns gewunden und um Hilfe geschrien, aber je mehr wir kämpften, desto weniger Luft bekamen wir. Das sollte wohl unser Ende sein.
Aber irgendwann wurde es wieder hell und wir wurden endlich befreit. Doch mich hatte es am schlimmsten erwischt. Mir war so heiß und ich habe so lange kaum Luft bekommen, dass es für mich ein großer Kampf war, zu überleben.
Aber ich wollte leben…. Meinen Geschwistern ging es viel besser als mir … doch ich konnte nicht mal auf meinen eigenen Beinen stehen. Das Atmen fiel mir schwer und mir ging es überhaupt nicht gut.
Warum hat man das mit uns gemacht? Wir haben doch niemanden etwas getan. Wir waren noch bei unserer Mama und spielten miteinander…. und dann das. Ich weiß nicht, warum es so gekommen ist … solche Menschen gibt es wohl. Das war meine erste Lektion im Leben.
Aber von nun an wurde es besser…… die Zweibeiner, die ich jetzt kennen lernte, meinten es gut mit mir. Ich wurde weggebracht in ein Haus, wo ich in eine Box gepackt wurde und man pikste mich immer wieder und ich hatte einen merkwürdigen Schlauch in meinem Bein. Was sollte das? Ich verstand wieder nicht, was mit mir geschah, aber irgendwie tat mir das alles gut. Ich bekam etwas zu essen und endlich konnte ich auch was trinken. Aber mir fiel es schwer. Ich hatte kaum Kraft zum Schlucken. Alle um mich herum schauten mich mitleidig an, aber sie sprachen mir Mut zu. Und ich wollte ein braver Junge sein. Man sagte mir, ich sollte kämpfen und ich tat es.
Dieses Haus, was sie wohl Klinik nennen, wurde mein Zuhause. In den ersten Wochen war immer noch nicht klar, ob ich es überstehe. Ich bekam viel Medizin und das Beste, man kümmerte sich um mich. Immer wieder wurde ich aus dieser Box geholt und in den Armen gehalten. Das genoss ich.
Als es mir anfing besser zu gehen, durfte ich dann auch immer mal wieder meine Beine vertreten und man spielte mit mir.
Ich möchte ja nicht angeben, aber ich habe die Herzen der Mitarbeiter im Sturm erobert. Ich bin ein Kämpfer und habe es geschafft!
Aber das hier soll wohl nicht meine Endstation sein, habe ich gehört. Denn hier in diese Klinik gehören kranke Hunde hin und das bin ich nun nicht mehr. Man hat versprochen, dass ich ein eigenes Zuhause bekomme. Da soll ich dann noch mehr geknuddelt werden und ich soll dort endlich mehr kennen lernen. Denn sind wir mal ehrlich. Ich bin ein neugieriger kleiner Bub und möchte was erleben. Hier in der Klinik ist es ja ganz nett und die Menschen sind toll, aber immer wieder verlassen sie mich.
Und jetzt kommt ihr ins Spiel.
Wer möchte mich zu sich holen? Ich verspreche euch, wir werden ein gutes Team. Denn das, was ich mit Hilfe der Menschen hier geschafft habe, werde ich nie vergessen.

Keno ist ca. 5 Monate alt und wird mal mittelgroß werden.