Steckbrief
Alter: ca. 2016 geboren
Geschlecht: männlich
Kastriert: ja
Charakter: freundlich, etwas zurückhaltend bei fremden Menschen, verträglich mit Artgenossen
Größe: ca. 45 cm
Im Shelter seit: März 2021
Besonderheit: aufgrund seines hohen Alters suchen wir dringend ein Zuhause (Notfell)
Hallo! Ich heiße Tamaro.
Seit dem Jahr 2021 lebe ich hier im Shelter, und wenn ich ehrlich bin, fühlt es sich an, als hätte die Zeit irgendwann aufgehört, weiterzugehen. Zu viele Jahre hinter Gittern – damit habe ich inzwischen fast die Hälfte meines Daseins an diesem Ort verbracht, wartend, hoffend, ausharrend.
Als ich hier ankam, war ich ein sehr schüchterner Hund. Ich hielt mich zurück, beobachtete alles aus der Ferne und versuchte, nicht aufzufallen. Nähe machte mir Angst, Berührungen verunsicherten mich, und Vertrauen war etwas, das ich nicht kannte. Dann kam diese Nacht, in der ein Sturm aufzog. Der Wind heulte, alles war laut, Dinge flogen umher, und ich war ganz allein. Die Menschen waren nicht da, es war dunkel, und ich wusste nicht, was passieren würde. Doch als der Morgen kam und die Pfleger zurückkehrten, war ich einfach nur erleichtert. Sie waren wieder da. Sie kümmerten sich um mich, sahen nach mir, sprachen mit mir – und in diesem Moment machte es etwas in mir Klick. Ich begriff, dass ich mich freuen darf, dass Menschen zurückkommen, dass ich ihnen vertrauen kann.
Von da an begann ich, mich zu verändern. Ich wurde freundlicher, offener und ließ Nähe zu. Ich lernte, Berührungen zu genießen, suchte die Aufmerksamkeit der Pfleger und wurde mit der Zeit immer zugänglicher.
Trotzdem ist das Leben hier schwer. Der Alltag im Shelter ist eintönig, laut und voller Warten. Tage gehen vorbei, dann Wochen, dann Monate – und irgendwann merkt man, dass sogar Jahre vergehen, ohne dass sich etwas ändert. Man hofft auf ein Wunder, darauf, endlich gesehen zu werden, doch oft bleibt nur das Warten.
Dieses lange Ausharren hat Spuren bei mir hinterlassen. Ich ließ mich zunehmend hängen, und irgendwann begann auch mein Körper zu leiden. Meine Haut tat mir überall weh, mein Fell brannte, ich kratzte mich wund. Auf dem harten Boden zu liegen, der Staub, die fehlende Abwechslung – all das machte es nicht besser. Die Ärzte behandelten mich, und für eine Zeit ging es mir wieder besser. Doch nun ist erneut ein Jahr vergangen, und die Probleme kehren zurück. Die Schmerzen sind wieder da, und mit ihnen die Erschöpfung.
Ich leide sehr im Shelter. Ich brauche Abwechslung, Fürsorge und Pflege – und vor allem brauche ich endlich ein richtiges Zuhause. Einen Ort, an dem man sich Zeit für mich nimmt, an dem ich zur Ruhe kommen darf und nicht mehr jeden Tag warten muss. Ich wünsche mir so sehr, nach Deutschland ausreisen zu dürfen, zu einer verständnisvollen Familie, die Geduld hat, mir den Raum gibt, den ich brauche, und mir zeigt, dass ich ankommen darf.
Das würde mich unendlich glücklich machen …
Interesse geweckt?
Wenn Sie Interesse an Tamaro haben, füllen Sie bitte unseren Interessentenbogen aus (https://seelen-fuer-seelchen.de/interessentenbogen/) oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@seelen-fuer-seelchen.de oder eine Nachricht über Facebook. Tamaro ist ausreisefertig und kann mit dem nächsten Transport nach Deutschland reisen. Unsere Hunde reisen legal mit Traces. Als Traces bezeichnet man das Datenbanksystem, mit dem der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU überwacht wird. Die Hunde reisen kastriert (insofern alt genug), geimpft, gechipt und entwurmt aus und besitzen einen EU-Pass. Des Weiteren wird bei Hunden ab 12 Monaten vor der Ausreise ein Schnelltest auf folgende Mittelmeerkrankheiten durchgeführt: Borreliose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Dirofilariose und Leishmaniose.
Angelika G. hat die Patenschaft für Tamaro übernommen und sorgt somit für ein gefülltes Näpfchen.
Vielen Dank im Namen der Hunde!


























